Corona-Impfung

Nur noch wenig Bereitschaft für ersten Stich in Steiermark

Die Impfzahlen gehen in der Steiermark weiterhin stark zurück. Die Bereitschaft zur Erstimpfung werde immer geringer, hieß es am Freitag in einer Videokonferenz der Koordinatoren. Auch der Andrang für das neue Vakzin von Novavax, das seit Dienstag erhältlich ist, ist überschaubar: An den Impfstraßen haben sich am ersten Tag zusammengerechnet 38 damit immunisieren lassen, aber Mittwoch waren es 33. „Gerechnet hatten wir mit Tausenden“, verglich Impfkoordinator Michael Koren.

red/Agenturen

Das sei aber kein steirisches Phänomen, denn auch in den anderen Bundesländern werde Novavax „nicht unbedingt gut“ aufgenommen“. Derzeit sind 75,5 Prozent der Gesamtbevölkerung in der Steiermark erstgeimpft. Rund 73 Prozent sind zwei Mal geimpft, 70,7 Prozent verfügen über ein gültiges Zertifikat. Knapp 55 Prozent haben eine dritte Impfung. Im Februar gab es rund 57.000 Impfungen gesamt - im Jänner waren es noch 194.000 gewesen. Somit waren es im Februar nur mehr rund ein Drittel vom Jänner.

Seit vergangenen Freitag gab es gerade einmal rund 500 Erstimpfungen, somit ist ein „Minimalniveau“ auf 70 bis 80 Erstimpfungen pro Tag gesunken, schilderte der stellvertretende Landesamtsdirektor Wolfgang Wlattnig. Seit Anfang März wurden die Zeiten bei den Impfstraßen reduziert, ebenso die Zahl der Spuren und Ärzt:innen. Außerdem fahren nur noch zwei statt drei Impfbusse. Die beiden noch tourenden Busse werden allerdings auch nur mehr bis Ende März fahren, wurde angekündigt.

Ab April werden die Öffnungszeiten an den Impfstraßen weiter reduziert und zwar auf drei Tage: Dienstag, Donnerstag und Freitag. Die Impfstraßen in Schladming und Mürzzuschlag werden mit April komplett geschlossen. Der Rückbau der Infrastruktur laufe damit weiter, doch schon im Frühsommer könnte das Personal wieder mehr gefordert werden, weil wohl die vierten Impfungen anstehen. Entsprechende Empfehlungen des Bundes stehen noch aus, aber man bereite sich darauf vor. Daher müsse auch Personal bis dahin gehalten werden, auch wenn der Andrang zu den Immunisierungen derweil gering sei.

Zahl der Testungen stark rückläufig

Laut Harald Eitner, der neben den Impf- auch für die Teststraßen zuständig ist, wird es wohl auch bei den Tests zu Änderungen kommen. Ab Samstag werden ja kaum noch Zertifikate und Test-Nachweise benötigt, außer in Pflegeheimen, Spitälern und dergleichen. Die Zahl der Testungen sei bereits seit drei Wochen stark rückläufig gewesen. Man gehe davon aus, dass die Teststraßen daher mit Ende März geschlossen werden. Fix sei das noch nicht, aber man erwarte entsprechende Vorgaben seitens des Bundes. Danach dürften wohl Tests nur noch in Apotheken und bei niedergelassenen Ärzt:innen möglich sein - so die aktuelle Erwartung.

Eitner appellierte auch an jene, die zu Hause noch PCR-Gurgeltests aus der Apotheke haben, diese aufzubrauchen: Der Vertrag mit dem Labor läuft mit Ende März aus. Danach werden diese Tests nicht mehr ausgewertet. Rund 900.000 in Apotheken ausgegebene Tests liegen noch bei den Steirerinnen und Steirern zu Hause herum. Sie können nur noch bis 30. März, 15.00 Uhr, bei den Abgabeboxen eingeworfen werden, um noch eine Auswertung zu erhalten.

 

 

Impfung Coronavirus Omikron
Ein Anstieg ader ablaufenden Grundimmunsierungen wird ab Juni erwartet.
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