Deutschland

Patientenschützer fordern besseren Schutz vor „medizinischen Hochstaplern"

Nach dem Auffliegen einer mutmaßlich falschen Ärztin, die für mehrere Todesfälle in Hessen verantwortlich sein soll, haben Patientenschützer einen besseren Schutz vor Betrügern gefordert. „Deutschland macht es medizinischen Hochstaplern zu leicht", sagte Eugen Brysch, Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, am Montag der Nachrichtenagentur AFP. 

red/Agenturen

Brysch forderte eine zentrale Erfassung der Zulassungen für Mediziner bei der Bundesärztekammer (BÄK). Krankenhausträger müssten verpflichtet werden, die Zulassung eines Arztes dort abzufragen. Prüfungsämter müssten zudem bereits vor Ausstellung der Approbation die Echtheit des Staatsexamens bestätigen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sei nun gefordert, „die Kleinstaaterei in dieser Frage zu beenden", sagte Brysch.

Die Staatsanwaltschaft wirft einer früher im nordhessischen Fritzlar tätigen mutmaßlich falschen Ärztin vor, vier Todesfälle verursacht zu haben. Acht weitere Patienten sollen gesundheitlich geschädigt worden sein. Die 48-Jährige wurde am Dienstag vergangener Woche verhaftet und sitzt in Untersuchungshaft. Sie hatte von 2015 bis 2018 ohne ärztliche Zulassung als Assistenzärztin in der Anästhesie eines Hospitals in Fritzlar gearbeitet.

Berichten zufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Frau neben Totschlags unter anderem auch wegen gefährlicher Körperverletzung, Urkundenfälschung und Betrug. Nach den Ermittlungen habe sie nicht die für ihre Tätigkeit in der Anästhesie notwendige Ausbildung und Fachkenntnisse gehabt.

Brysch: Nach Auffliegen falscher Ärztin zentrale Erfassung von Zulassungen 

Brysch forderte eine zentrale Erfassung der Zulassungen für Mediziner bei der Bundesärztekammer (BÄK). Krankenhausträger müssten verpflichtet werden, die Zulassung eines Arztes dort abzufragen. Prüfungsämter müssten zudem bereits vor Ausstellung der Approbation die Echtheit des Staatsexamens bestätigen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sei nun gefordert, "die Kleinstaaterei in dieser Frage zu beenden", sagte Brysch.

Die Staatsanwaltschaft wirft einer früher im nordhessischen Fritzlar tätigen mutmaßlich falschen Ärztin vor, vier Todesfälle verursacht zu haben. Acht weitere Patienten sollen gesundheitlich geschädigt worden sein.

Die 48-Jährige wurde am Dienstag vergangener Woche verhaftet und sitzt in Untersuchungshaft. Sie hatte von 2015 bis 2018 ohne ärztliche Zulassung als Assistenzärztin in der Anästhesie eines Hospitals in Fritzlar gearbeitet. Berichten zufolge ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Frau neben Totschlags unter anderem auch wegen gefährlicher Körperverletzung, Urkundenfälschung und Betrug. Nach den Ermittlungen habe sie nicht die für ihre Tätigkeit in der Anästhesie notwendige Ausbildung und Fachkenntnisse gehabt.