Corona-Tests

PCR-Tests geben für Behörden nach wie vor Ausschlag

Die Teststrategie in Salzburg ändert sich trotz der jüngst vom Gesundheitsministerium neu geschaffenen Möglichkeiten der Antigen-Tests derzeit nicht. Im Bundesland werden nach wie vor alle Menschen mit Covid-19-Symptomen und alle Kontaktpersonen der Kategorie 1 getestet. Dazu ordnen die Gesundheitsbehörden de facto nur PCR-Tests an. „Momentan liegt genug Testmaterial vor“, sagte der Sprecher des Landes, Franz Wieser. In Oberösterreich werden K1 Kontaktpersonen nur mit Symptomen getestet.

red/Agenturen

Antigen-Schnelltests kommen aber für die regelmäßigen Screenings von Mitarbeitern in Seniorenwohnheimen und Krankenanstalten zum Einsatz. Auch wenn die zwei mobilen Testteams im Schulbereich ausrücken - bei dem Pilotprojekt in der Stadt Salzburg kommt umgehend das Rote Kreuz in die Bildungseinrichtungen, um Verdachtsfälle an Ort und Stelle abzuklären - finden Schnelltests Anwendung.

„Jeder positive Antigentest wird aber zusätzlich mit einem PCR-Test bestätigt“, sagte Wieser. Dies sei auch bei Personen der Fall, deren Schnelltest beim Hausarzt oder in der Apotheke durchgeführt wurde und eine Infektion mit SARS-CoV-2 zeige. „Es gibt aber eine Ausnahme: Bei Kontaktpersonen der Kategorie 1, die symptomatisch werden, kann auch ein positiver Antigentest als Grundlage für das EMS verwendet werden.“ Dies sei in Salzburg bisher aber nur in Einzelfällen passiert.

Zugleich sei es seit vergangener Woche via Erlass des Gesundheitsministeriums möglich, dass Antigen-Schnelltests ausreichen, wenn aus Kapazitätsgründen bei Verdachtsfällen kein PCR-Test möglich ist. „Das war im Bundesland aber noch nicht der Fall.“ Laut Wieser habe Salzburg zuletzt an Wochentagen im Schnitt stets mehr als 1.000 PCR-Tests durchgeführt.

K1-Testungen in Oberösterreich nur bei Symptomen

Auch in Oberösterreich ist der PCR-Test ausschlaggebend: Dort reicht ein positiver Antigen-Test zwar aus, um jemanden als Corona-positiv ins EMS einzuspeisen, behördlich angeordnete Tests werden allerdings nach wie vor ausschließlich nach dem PCR-Verfahren durchgeführt. Wird aber jemand beim Arzt mit einem Schnelltest positiv getestet, dann meldet die Praxis das der Bezirksverwaltungsbehörde. Die Betroffenen bekommen einen Absonderungsbescheid. Selbst organisierte Schnelltests werden jedoch nicht erfasst.

Tests werden üblicherweise nach einem Anruf bei 1450 und einer entsprechenden Entscheidung dort durchgeführt, darüber hinaus aber auch im Rahmen von Screenings - etwa unter Mitarbeitern im Gesundheitsbereich oder bei Neuaufnahmen in Spitälern oder Heimen. K1-Kontaktpersonen werden nur mehr bei Symptomen getestet.