Coronakrise

Reproduktionsfaktor in Italien auf 1,17 gestiegen

Der Reproduktionsfaktor des Coronavirus in Italien ist im Zeitraum zwischen dem 5. und dem 11. Oktober auf 1,17 gestiegen. Dies geht aus Angaben des italienischen Gesundheitsministeriums vom Donnerstag hervor. „Das Virus ist im ganzen Land verbreitet", betonten die Gesundheitsbehörden.

red/Agenturen

Am höchsten ist die Reproduktionszahl im Aostatal (1,53), gefolgt von Piemont (1,39) und Südtirol (1,32). Das italienische Gesundheitsministerium rief die Bevölkerung auf, sich streng an die Sicherheitsvorkehrungen zu halten.

Der Präsident der Konferenz der 20 italienischen Regionen, Stefano Bonaccini, betonte, lediglich beschränkte Sperrzonen könnten eingerichtet werden. Ein Lockdown auf gesamtstaatlicher Ebene würde Italien in den wirtschaftlichen Ruin treiben, das könne sich das Land nicht erlauben. „Wenn die Epidemiekurve weiterhin zunimmt, könnten lediglich gezielte Sperrzonen eingerichtet werden", erklärte Bonaccini.

Italien verzeichnete am Donnerstag einen neuen Rekord an Neuinfektionen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 8.804 Corona-Neuinfektionen registriert. Am Vortag waren es 7.332. Zudem gab es am Donnerstag 83 zusätzliche Todesopfer, fast doppelt so viele wie am Vortag, als 43 Tote im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet worden waren. Zugleich wurde am Donnerstag auch eine Rekordzahl von 163.000 Tests durchgeführt. Die Gesamtzahl der Corona-Toten in Italien seit Beginn der Epidemie im Februar stieg damit auf 36.372.