Coronakrise

„Schwanken etwa um dieselben Werte"

Seit 1. April befindet sich Ost-Österreich aufgrund der übermäßigen Belastung der Krankenhäuser im coronabedingten Lockdown. Nun, fast zwei Wochen später, ist die Zahl der Covid-Patientinnen und -Patienten, die in Wien eine Spitalsbehandlung benötigen, weiterhin hoch. Der Gesundheitsverbund beobachtet „ein Schwanken um die selben Werte“.

red/Agenturen

Zumindest was das Infektionsgeschehen anbelangt, gibt es eine gute Nachricht: Laut Krisenstab gehen die Fallzahlen zurück. Konkret umriss ein Sprecher des medizinischen Krisenstabes der Stadt im die aktuelle Lage folgendermaßen: „Es gibt weiterhin ein hohes Infektionsgeschehen. Aber man sieht anhand der Inzidenz, dass die Fallzahlen zurückgehen.“ Die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner liege derzeit bei 272,2, vor einer Woche habe sie 299 betragen, so der Sprecher.

Für den gestrigen Dienstag wurden laut Krisenstab 1.022 positive Test-Befunde eingemeldet, hieß es in einer Aussendung am Mittwoch. Inklusive Nachmeldungen und abzüglich von Datenbereinigungen aus den vergangenen Tagen gibt es 888 neue Fälle. Insgesamt sind seit Beginn der Pandemie in der Bundeshauptstadt 125.837 positive bestätigte Testungen und 2.041 Todesfälle aufgrund von bzw. an den Folgen von Covid-19 dokumentiert. In den vergangenen 24 Stunden gab es dabei sechs Todesfälle zu beklagen. Aktiv an der Erkrankung laborieren 7.581 Personen, wieder gesund sind 116.215.

Am gestrigen Dienstag wurden in Wien insgesamt 76.668 Corona-Testbefunde eingemeldet, davon 49.786 PCR-Tests und 26.882 Antigen-Schnelltests. Der Anteil der britischen Variante (B.1.1.7) am Wiener Infektionsgeschehen ist wieder leicht gestiegen. Er liegt nun bei 95 Prozent, hieß es beim Krisenstab. Zudem gebe es derzeit „elf aktive Verdachtsfälle“ der südafrikanischen Mutation (B.1.351).

223 Covid-Erkrankte auf Wiens Intensivstationen

Was die Situation in Wiens Spitälern anbelangt, so ist die Patientenzahl vom gestrigen Dienstag auf den heutigen Mittwoch leicht gesunken. Laut Daten des Innen- und Gesundheitsministeriums müssen aktuell 758 Menschen aufgrund von Covid im Krankenhaus versorgt werden (22 weniger als am Dienstag). Davon benötigen 223 Menschen eine intensivmedizinische Behandlung (sechs weniger als am Dienstag). Im Wochenvergleich gab es insgesamt bei den Hospitalisierungen einen leichten Rückgang von 0,5 Prozent (vier Menschen), bei der Belegung auf den Intensivstationen ein leichtes Plus von 0,9 Prozent (zwei Patienten).

„Wenn man sich die Zahlenentwicklung der vergangenen Tage ansieht, dann ist es ein Schwanken in etwa um die selben Werte. Es war nicht wahnsinnig viel Bewegung drinnen. Von gestern auf heute sind die Zahlen leicht gesunken. Aber es sind immer noch Zahlen auf hohem Niveau, darum können wir daraus nicht einen Trend der Entwicklung nach unten sehen“, umriss ein Sprecher des Gesundheitsverbundes die Situation. Abschließend meinte er: „Wir hoffen natürlich, dass wir schön langsam die Auswirkungen der Maßnahmen bei uns sehen.“

 

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