Arzneimittel

Schwere Vorwürfe gegen Herba Chemosan

Mehrere Pharmahändler und Apotheker haben gegen den Großhändler Herba Chemosan eine Beschwerde bei der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) eingebracht. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin „trend“ in seiner aktuellen Ausgabe. Sie werfen Herba Chemosan vor, gemeinsam mit dem US-Mutterkonzern McKesson Länderkontingente festzulegen und Knebelverträge mit Apotheken abzuschließen.

red/Agenturen

Herba Chemosan habe mit 43 Prozent Marktanteil eine marktbeherrschende Stellung und sei hauptverantwortlich für Versorgungsengpässe bei Arzneien, weil der Großhändler den Markt künstliche verknappe, lautet der Vorwurf. Außerdem glauben die anzeigenden Unternehmen, dass Herba Chemosan die Preise auf Großhändler-Ebene mit zwei weiteren Marktteilnehmern abstimmt.

Die BWB wolle der Anzeige nachgehen, berichtet der „trend“. Herba Chemosan wollte sich gegenüber dem „trend“ dazu inhaltlich nicht äußern, weil man die Anzeige noch nicht kenne. „Wir arbeiten tagtäglich im Schulterschluss mit Apotheken und Gesundheitsbehörden daran, dass die Folgen der aktuellen Liefereinschränkungen für die Patienten möglichst abgefedert werden“, wird das Unternehmen in dem Bericht zitiert.