Corona-Impfung

Steiermark impft „im Vollbetrieb“

In der Steiermark ist in den vergangenen Tagen die zweimillionste Impfung verabreicht worden. Ein zweiter „Meilenstein“ waren mehr als 100.000 Impfungen von Freitag bis Freitag. „Wir impfen im Vollbetrieb“, sagte der stellvertretende Landesamtsdirektor Wolfgang Wlattnig in einer Videokonferenz am Freitag. Auf den Impfstraßen werden die Kapazitätsgrenzen fast erreicht. Derzeit können da bis zu 11.000 Menschen pro Tag immunisiert werden, am Dienstag waren es schon 10.784.

red/Agenturen

Impfkoordinator Michael Koren zeigte sich „ganz glücklich und zufrieden“ mit den Zahlen der vergangenen Woche. Bisher gab es 894.760 Erstimpfungen, das sind 71,75 Prozent der Gesamtbevölkerung. Die Kinderimpfungen verlaufen offenbar auch nach Plan: Es kommen sogar mehr Eltern mit ihrem Nachwuchs zu den Impfstraßen als angemeldet. Die ausgegeben Termine werden jedenfalls wahrgenommen. Samstag, 11. Dezember, wird in Murau erstmals auch ein freies Impfen für Kinder versucht. Ansonsten werden Kinder derzeit nur mit Terminen immunisiert, um lange Wartezeiten zu verhindern.

Bis Ende Dezember dürfte der Großteil der steirischen Geimpften ihre Auffrischung erhalten haben, danach werden die frei werdenden Kapazitäten wohl für jene nötig sein, die sich angesichts der bevorstehenden Impfpflicht doch noch ihre erste Spritze abholen. Die Zahlen bei den Erstimpfungen stagnieren derzeit, so Wlattnig. Man hoffe, dass sie nicht weiter sinken. In der Vorwoche waren es rund 7.700.

Apropos Impfpflicht: Die steirischen Koordinatoren zeigten sich mit der nun vorgelegten gesetzlichen Lösung des Bundes zufrieden, da es klare Vorgaben gibt, wer nicht unter die Pflicht fällt. Die klaren Ausnahmen würden es auch den Ärztinnen und Ärzten erleichtern, Atteste auszustellen oder eben nicht, sagte Koren. Laut Wlattnig sind derzeit rund 215.000 Steirerinnen und Steirer ab 14 Jahren noch nicht geimpft.