Corona-Verordnungen

Steirische FPÖ befürchtet 2G-Regelung wie in Wien

Die steirische FPÖ wollte in der Landtagssitzung am Dienstag von LH Hermann Schützenhöfer (ÖVP) wissen, ob es in der Steiermark bald eine 2G-Regelung ähnlich wie in Wien geben könnte. Der LH wollte diese Möglichkeit nicht gänzlich ausschließen, verwies aber darauf, dass in Coronafragen bundeseinheitlich vorzugehen sei. Schützenhöfer nützte die Befragung und rief wieder einmal auf, sich impfen zu lassen. Vier der sechs Landtagsparteien starteten ebenfalls einen Impfaufruf.

red/Agenturen

„Können Sie sich eine Verschärfung der 3G-Regel für die Steiermark vorstellen? Wird das umstrittene Wiener 2G-Regelsystem bald auch in der Steiermark Einzug halten?“ wollte der freiheitliche Landtagsabgeordnete Stefan Hermann vom Landeshauptmann wissen. Schützenhöfer stellte klar, dass die zu setzenden Maßnahmen vom weiteren Verlauf der Pandemie abhingen.

„Ich kann daher gar nichts ausschließen. Es gilt diejenigen zu schützen, die sich nicht impfen lassen können", sagte der Landeshauptmann. Er erwähnte, selbst schon ein paar Mal darüber nachgedacht zu haben, ob man eine Regelung wie in Wien durchsetzen sollte. In den Hauptfragen der Pandemiebekämpfung wolle man aber bundeseinheitlich vorgehen.

Hermann wollte weiters wissen, wie Schützenhöfer es rechtfertige, dass nach Auffassung der FPÖ Genesene bei Veranstaltungen ausgeschlossen würden. Schützenhöfer erklärte, dass die angesprochenen Corona-Maßnahmen lange überlegt worden seien. Ihm zufolge würde niemand ausgeschlossen werden, denn man habe mit negativem PCR-Test Zutritt zu Veranstaltungen. "Wir wollen nicht drohen, wir wollen nicht mit allen Mitteln verschärfen. Aber wir möchten noch mehr Menschen überzeugen, dass sie sich impfen lassen sollen", sagte der Landeshauptmann.

Am Rande der Landtagssitzung riefen vier der sechs im Landtag vertretenen Parteien gemeinsam zur Corona-Impfung auf. Die Klubobleute der ÖVP, SPÖ, der Grünen und NEOS appellierten an die Bevölkerung, einen wesentlichen Beitrag zur Bekämpfung der Pandemie zu leisten. Nur FPÖ und KPÖ beteiligten sich nicht am Aufruf.