Coronavirus

Stelzer: „Überlastung der Intensivstationen verhindern"

„Nicht jeder, der mit Corona infiziert ist, wird auch tatsächlich krank. Fakt ist: Wir wollen jene, die krank werden, bestmöglich schützen, und eine Überlastung unserer Intensivstationen verhindern“, begründete LH Thomas Stelzer (ÖVP) die am Freitag in Oberösterreich beschlossenen Maßnahmen. Daher führe man neben der Gastro-Registrierungspflicht „ganz gezielt erweiterte Schutzmaßnahmen in den Alters- und Pflegeheimen ein“.

red/Agenturen

Man habe sich angesichts der steigenden Infektionszahlen, die das Kontaktpersonenmanagement immer herausfordernder machen, für die verpflichtende Gästeregistrierung entschieden, so Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner (ÖVP). „Natürlich ist uns bewusst, dass diese Maßnahme einen zusätzlichen Aufwand für die Gastronomie bedeutet, aber durch die verpflichtende Gästeregistrierung können wir gravierendere Maßnahmen wie etwa die Verkürzung der Sperrstunde, Teil-Lockdowns in der Gastronomie oder ein Verbot des Alkoholausschanks vermeiden“. Da die Maßnahme auch Medienaufrufe bei Infektionen obsolet mache, würden die Betriebe auch nicht mehr in der medialen Auslage stehen, wenn ein infizierter Gast im Lokal war, betonte Achleitner.

In Alters- und Pflegeheimen müssen Besucher künftig Mund-Nasenschutz-Masken tragen, beim Eingang wird Fieber gemessen und man muss seine Kontaktdaten bekanntgeben, um ein möglicherweise erforderliches Kontaktpersonen-Management zu erleichtern. Pro Bewohner oder Bewohnerin sind pro Tag höchstens zwei Besucher erlaubt. Darüber hinaus erhalten die Mitarbeiter eine verbesserte Hygieneschulung. „Die vergangenen Tage haben gezeigt, dass es besonders im Bereich der Alters- und Pflegeheime eine Erhöhung der Schutzmaßnahmen braucht. Das neue Corona-Konzept bietet diesen Schutz“, so Gesundheitsreferentin LH-Stv. Christine Haberlander (ÖVP) und Soziallandesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ).

Im Rahmen eines Pilotprojekt werden im über 125 Plätze verfügenden Bezirksalten- und Pflegeheim Esternberg neu auf den Markt kommende Antigen-Tests ausprobiert. Man wolle sich ein Bild über deren Praxistauglichkeit machen, hieß es. Antigen-Tests sind billiger und können schneller ausgewertet werden als PCR-Tests, sind aber weniger sensitiv.