Neues Gehaltssystem in Pflege

Tilg sieht „mehr Gerechtigkeit“

Für Tirols Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg (ÖVP) bringt das von den Oppositionsparteien Liste Fritz und SPÖ kritisierte neue Gehaltsschema für Pflegeberufe „mehr Gerechtigkeit“. Unter dem Motto „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit" werde damit der Wildwuchs an unterschiedlichen Gehalts- und Lohnsystemen eingedämmt, erklärte Tilg am Donnerstag in einer Aussendung.

red/Agenturen

Als Basis für die Berechnung der neuen Gehaltsschemata sei das System der Tirol Kliniken herangezogen worden, das im Schnitt für das Pflegepersonal wesentlich attraktivere Gehälter als in den Pflegeheimen und mobilen Diensten vorsehe, hieß es. Außerdem werde mit der Reform das durchschnittliche Lohnniveau im Pflegebereich angehoben, wenngleich es durchaus auch Einzelfälle geben könne, die bei einem Wechsel des Arbeitgebers und dem damit verbundenen Eintritt ins neue System Einbußen hinnehmen müssen, gestand Tilg ein. „Die Gemeinden haben in solchen Fällen die Möglichkeit hier abzufedern", fügte der Landesrat hinzu.

Das neue Gehaltsschema sei 2017 gemeinsam mit dem Gemeindeverband, der Stadt Innsbruck und der Gewerkschaft paktiert worden. Für die Vereinheitlichung und Lohnanpassung würden Land Tirol und Gemeinden jährlich mehrere Millionen Euro in die Hand nehmen. „Die Kosten im Gesundheitswesen entwickeln sich insgesamt in einer Dynamik, die es grundsätzlich für das Land Tirol und die Gemeinden schwer macht, die Kostenentwicklung im Gesundheits- und Pflegebereich zu stemmen", erklärte Tilg.