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Coronavirus

Über 38.000 Neuinfektionen, mehr als 2.000 Hospitalisierte

Mit 38.309 Neuinfektionen mit dem Coronavirus sind in Österreich am Mittwoch wieder deutlich mehr Fälle als im Tagesschnitt der abgelaufenen Woche verzeichnet worden. Dieser liegt derzeit bei 32.677. In den Krankenhäusern wurden weiterhin mehr als 2.000 Covid-Patient:innen behandelt, wobei ihre Anzahl (2.056) gegenüber dem Vortag um 16 Personen leicht zurückgegangen ist. Auf den Intensivstationen wurden 185 Covid-Kranke betreut - um neun weniger als am Mittwoch. Einen neuen Höchststand hat am Mittwoch, dem 9. Februar, das Land Oberösterreich erreicht.

red/Agenturen

Allerdings sind binnen 24 Stunden weitere 22 Todesfälle dazugekommen. Damit hat Covid-19 hierzulande in der vergangenen Woche 150 Menschenleben gekostet. Insgesamt hat die Covid-19-Pandemie seit Ausbruch 14.293 Tote gefordert. Pro 100.000 Einwohner sind seit Beginn der Pandemie 160 Menschen an oder mit Covid-19 gestorben.

Aktuell liegt in Österreich die Sieben-Tages-Inzidenz (Neuinfektionen in der vergangenen Woche je 100.000 Einwohner, Anm.) bei 2.560,7. 345.603 aktive Fälle waren am Mittwoch bestätigt, um 2.705 mehr als am Vortag. Seit Pandemiebeginn hat es in Österreich knapp 2,15 Mio. bestätigte Corona-Fälle gegeben, genesen sind seither rund 1,79 Mio. Menschen.

Mit 8.553 Neuinfektionen bisheriger Höchstwert in OÖ

Mit 8.553 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages hat Oberösterreich am Mittwoch einen neuen Höchststand erreicht. Zuvor waren 6.973 neue Fälle von Dienstag auf Mittwoch voriger Woche die höchste Zahl an Neuinfektionen an einem Tag gewesen. Allein 3.061 der 8.553 Fälle im Land kämen aus den Bildungseinrichtungen, deren Testergebnisse immer am Mittwoch eingerechnet werden, berichtete der Krisenstab der Landesregierung auf APA-Anfrage.

Die Mittwochszahlen seien durch die Schuleinmeldungen auch in der Vergangenheit immer etwas höher gewesen. Derzeit seien 461 Klassen an oberösterreichischen Schulen im Distance Learning, erfuhr die APA aus der oberösterreichischen Bildungsdirektion dazu.

Zudem befinde sich die Omikron-Welle gerade auf ihrem Höhepunkt und die Infektionszahlen seien daher seit Wochen im Steigen begriffen, lautete die Erklärung des Krisenstabs weiter. „Wir befinden uns mit diesen Werten aber innerhalb der Prognosen von Niki Popper“, hieß es. Der Simulationsexperte war zuletzt für diese Woche von einer Sieben-Tage-Inzidenz in Oberösterreich von rund 3.000 ausgegangen. Am Mittwoch betrug sie 2.743, wobei - wie schon in den vergangenen Tagen - einzelne Bezirke über 3.000 kamen. Rohrbach lag mit 3.652 deutlich, Gmunden mit 3.055 knapp darüber.

2.851 Neuinfektionen in Tirol, mehr Spitalspatient:innen

In Tirol sind seit Dienstag 2.851 Corona-Neuinfektionen verzeichnet worden. Gleichzeitig waren aber mit 4.352 deutlich mehr Menschen wieder vom Virus genesen. 198 Infizierte wurden in den Spitälern behandelt, um 23 mehr als am Vortag. Auf den Intensivstationen blieb die Lage weiter sehr stabil: 17 Menschen mit Covid-Infektion wurden dort betreut (minus eins).

Indes verstarb im Bundesland keine weitere Person mit oder an einer Covid-19-Erkrankung. Die Sieben-Tage-Inzidenz betrug laut AGES mit Stand Dienstag 2.998,8 und lag damit über dem Österreich-Wert von 2.598,6. Die höchste Inzidenz verzeichnete der Bezirk Landeck mit 3.822,2, gefolgt vom Bezirk Kufstein mit 3.436,3 und dem Bezirk Imst mit 3.302,6.

Erneut über 1.000 Neuinfektionen im Burgenland

Im Burgenland sind am Mittwoch erneut über 1.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Mit 1.145 neuen Fällen lag das Bundesland nur knapp hinter seinem bisherigen Höchstwert von 1.160 am 28. Jänner. In den Spitälern wurden 57 Infizierte behandelt, sechs davon intensivmedizinisch. Außerdem wurden zwei weitere Todesfälle verzeichnet, teilte der Koordinationsstab mit.

Eine 69-jährige und eine 54-jährige Frau aus dem Bezirk Oberwart starben mit oder an Covid-19. 10.354 Personen befanden sich in behördlich angeordneter, häuslicher Quarantäne. Die Sieben-Tages-Inzidenz betrug im Burgenland laut AGES-Morgenauswertung 2.282. Am stärksten betroffen waren die Bezirke Güssing und Eisenstadt.

Zahl der Krankenhauspatient:innen in Niederösterreich stabil

In Niederösterreich hat sich die Zahl der Corona-Patient:innen in Spitälern am Mittwoch nur geringfügig verändert. Insgesamt wurden 291 Covid-Erkrankte in Kliniken behandelt, um einer mehr als am Vortag. Auf Intensivstationen befanden sich 30 Patient:innen. 104 freie Intensivbetten standen für Covid-Infizierte zur Verfügung, teilte die Landesgesundheitsagentur (LGA) mit. Vier Todesfälle wurden laut den Behörden binnen 24 Stunden gemeldet. 5.975 Neuinfektionen wurden verzeichnet.

Der größte Corona-Cluster wurde weiterhin im Erstaufnahmezentrum Traiskirchen (Bezirk Baden) verzeichnet. Die Zahl der Infizierten in der Asylbetreuungsstelle stieg nach Angaben aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) um zwei auf 123. Im Bezirk Scheibbs wurden in Produktionsfirmen 90 Fälle (plus sieben) und ein neuer Cluster mit 42 Betroffenen registriert.

Weitgehend unverändert geblieben ist die Zahl der Fälle in der Justizanstalt Hirtenberg (Bezirk Baden) mit 80 und in einem Handelsbetrieb im Bezirk Zwettl mit 38. In Verbindung mit Pflege- und Betreuungszentren (PBZ) hat sich im Bezirk St. Pölten-Land ein neuer Cluster mit 56 Infizierten gebildet, im Bezirk Melk wurden in einer derartigen Einrichtung 37 positiv Getestete (minus sechs) verzeichnet.

Aktuelle Kennzahlen aus Wien

Mit Stand Mittwoch, 9. Februar 2022, sind in Wien seit Beginn der Pandemie 457.956 positive Testungen bestätigt. 349.564 Personen sind genesen. Die Zahl der mit dem Virus in Zusammenhang stehenden Todesfälle beträgt 2.932, elf Personen sind zuletzt verstorben. Die Bundeshauptstadt verzeichnet damit aktuell 105.460 aktive Fälle.