US-Regierung will Kosten für Dialyse senken

Die US-Regierung will die jährlichen Kosten von 114 Milliarden US-Dollar (101,60 Mrd. Euro) zur Behandlung Nierenkranker senken und strebt einen verstärkten Einsatz von Heimdialyse in den Wohnungen der Patienten an. Außerdem soll die Zahl der Transplantationen deutlich erhöht und die Abrechnung mit den Krankenversicherungen reformiert werden.

red/Agenturen

US-Präsident Donald Trump unterzeichnete am Mittwoch ein entsprechenden Dekret. Er betonte, die Regierung wolle dafür sorgen, dass mehr Organe für Transplantationen zur Verfügung stünden. „Viele, viele Menschen sterben, während sie warten.“ In den USA litten im vergangenen Jahr fast 15 Prozent der Erwachsenen angesichts steigender Raten bei Diabetes und Bluthochdruck unter einer chronischen Nierenerkrankung.

Die US-Regierung will die Zahl der Menschen, die eine Nierenerkrankung im Endstadium entwickeln, bis 2030 um 25 Prozent senken. Sie will erreichen, dass bis 2025 80 Prozent der neuen Patienten entweder Heimdialyse oder eine neue Niere erhalten. Die Zahl der zur Verfügung stehenden Spenderorgane soll bis 2030 verdoppelt werden. Gesundheitsdienstleister sollen sich auf Prävention und eine frühe Behandlung konzentrieren. „Das System drängt in seiner derzeitigen Aufstellung die Menschen zur Dialyse“, erklärte Seema Verma, welche die staatlichen US-Krankenversicherungsprogramme Medicare und Medicaid leitet. Zur Höhe der erwarteten Kosteneinsparungen wurden keine Details genannt.

Der US-Dialysemarkt wird neben dem heimischen Anbieter DaVita von Fresenius Medical Care (FMC), einer Tochter des deutschen Gesundheitskonzerns Fresenius, dominiert. Sie betreiben in den USA zusammen mehr als 5.000 Dialysezentren und kommen damit auf einen Marktanteil von über 70 Prozent.