USA sollen nicht mehr von akustischen „Attacken" sprechen

Kuba hat die US-Regierung kritisiert, weil sie nach einer Serie von mysteriösen Gesundheitsleiden einiger Diplomaten weiterhin von akustischen „Attacken" sprechen. Es sei unverantwortlich, dieses Wort zu benutzen, sagte der im kubanischen Außenministerium für die Vereinigten Staaten zuständige Direktor, Carlos Fernandez de Cossio.

red/Agenturen

Es gehe dabei um die nationale Sicherheit der sozialistischen Karibikinsel. Bei Treffen mit Vertretern der USA habe es keine Beweise dafür gegeben, dass es sich um Angriffe gehandelt habe, sagte Fernandez de Cossio.

Technisch sei es gar nicht möglich gewesen, Angriffe mit akustischen oder Kurzwellen auszuführen, da dafür ein großes Team benötigte werde, und dieses sei leicht zu entdecken gewesen, argumentierten kubanische Experten bei der Pressekonferenz.

Seit November 2016 waren mehrere US-Diplomaten in Kuba an mysteriösen Ohrenleiden erkrankt. Einige der Betroffenen hätten dauerhaft ihr Gehör verloren, erklärte das US-Außenministerium im vergangenen Jahr. Andere Symptome seien Tinnitus, Kopfschmerzen, Schwindel und Schlafstörungen gewesen.

Ohr
Seit November 2016 waren mehrere US-Diplomaten in Kuba an mysteriösen Ohrenleiden erkrankt.
AndreyPopov