Verband von Lebens- und Sozialberatern sieht Berufsbild bedroht

Der Verband der Lebens- und SozialberaterInnen (ÖVLSB) sieht das Berufsbild von rund 8.800 gewerblichen Lebens- und Sozialberatern bedroht. Grund dafür sei ein „ruinöser Entwurf“ zu einer Verordnung des Wirtschaftsministeriums betreffend der Neustrukturierung bei der Ausbildung in diesem Berufsfeld, teilte der Verband am Sonntag in einer Aussendung mit. Man ortet in den Erläuterungen „Angriffe auf die gesamte Branche“ und kritisiert auch die Rolle der Wirtschaftskammer.

red/Agenturen

Käme die neue Ausbildung so, wie es in der Verordnung des Wirtschaftsministeriums vorgesehen sei, würden sich die Ausbildungsstunden von 1.375 auf 4.500 erhöhen, kritisiert der ÖVLSB. Die derzeitigen Ausbildungskosten von rund 12.000 Euro würden sich mehr als verdreifachen.

Für Reformen und Verbesserungen bei der Ausbildung und bei der Qualitätskontrolle sei man zu haben. Nun drohe aber das Ende der Lebens- und Sozialberatung als eigener gewerberechtlich geregelter und normierter Beruf.

Dem zuständigen Fachverband für Personenberatung und Personenbetreuung in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) wirft der ÖVLSB „Versagen“ vor. Selbst versteht sich der Verband laut Angaben auf seiner Internetseite als „Vermittlungsplattform zwischen der Bevölkerung, den psychologischen BeraterInnen innerhalb der österreichischen Lebens- und SozialberaterInnen und der Wirtschaftskammer Österreich“.

Die Begutachtungsfrist läuft noch bis 10. Februar. Lebens- und Sozialberatung ist ein reglementiertes Gewerbe, das psychosoziale Beratung mit psychisch gesunden Menschen umfasst.