Corona-Impfung

Von der Leyen fordert schnellstmöglich zu impfen

Angesichts hoher Corona-Fallzahlen in Europa und der neuen Virusvariante Omikron hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eindringlich zum Impfen aufgerufen. „Am allerwichtigsten ist es jetzt, die Impfquoten in Europa so schnell wie möglich weiter hoch zu bringen. Und zwar in allen Altersgruppen, Kinder auch eingeschlossen“, sagte die deutsche Politikerin am Mittwoch im Europaparlament in Straßburg.

red/Agenturen

„Der Preis, den wir alle inzwischen für zu niedrige Impfquoten zahlen, wird ja immer höher.“ Das gelte etwa für die Menschen im Gesundheitssystem und für die Wirtschaft. Es gelte aber auch für Ältere, die ihre Enkel an Weihnachten wieder nicht sehen könnten, und für Kinder, die wieder nicht zur Schule gehen könnten. „Mein Gott, was ist das für Lebens- und Freundeszeit, Lernzeit, die wir ihnen dadurch nehmen. Das heißt, ihnen allen sind wir es schuldig, dass sich alle impfen lassen.“

Von der Leyen betonte: „Wie viele unter Ihnen macht es mich traurig, dass wir dieses Weihnachten wieder von der Pandemie überschattet sehen.“ Doch sie sei zugleich voller Zuversicht, weil man über die Kraft und die Mittel verfüge, die Pandemie zu überwinden.

Durch die hohen Fallzahlen - vornehmlich wegen der Delta-Variante - und die neue Omikron-Variante stehe man vor einer doppelten Herausforderung. Gegen Omikron sei eine Dreifachimpfung der beste verfügbare Schutz. Derzeit seien 66 Prozent der EU-Bevölkerung - mehr als 300 Millionen Menschen - vollständig geimpft. Zusätzlich hätten 62 Millionen Menschen eine Auffrischimpfung bekommen. Vor allem in Afrika sei die Impfquote noch zu niedrig. Deshalb bereite man ein spezielles Hilfspaket für den Kontinent vor.