Coronavirus-Impfstoff

Vorarlberg trifft Maßnahmen zu "fairer Impfstoffverteilung"

Nach der publik gewordenen Corona-Impfung gleich zweier Bürgermeister hat das Land Vorarlberg Maßnahmen zu einer "fairen Impfstoffverteilung" angekündigt. Man wolle unterbinden, dass aktuell auch Personen geimpft werden, die nicht der Phase 1 des nationalen Impfplans zuzuordnen seien, betonte Gesundheitslandesrätin Martina Rüscher (ÖVP) in einer Aussendung. So erfolge etwa die Bestellung von Impfstoff nur mehr zentral über den Impfkoordinator des Landes.

red/Agenturen

Zuvor hatten auch Alten- und Pflegeheime direkt bei der Bundesbeschaffung GmbH Impfstoff bestellen können. Auch für Arztordinationen wurde die direkte Bestellung eingestellt.

Für Zielgruppen, die in der Phase 1 priorisiert werden sollen - Gesundheitspersonal und Personen mit einem hohen Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs - werden künftig Einmal-Codes ausgegeben. Personen mit diesen Codes können je nach Verfügbarkeit des Impfstoffs gezielt zur Impfung eingeladen werden. Ausgenommen davon sind ältere Personen, die hinsichtlich ihres Geburtsdatums eingeladen werden. Für diese ist kein spezieller Priorisierungscode notwendig. In den Krankenhäusern sei nochmals darauf hingewiesen worden, dass ein Einschleusen von noch nicht impfberechtigten Personen dienstrechtliche Konsequenzen zur Folge haben könne, so Rüscher.

Nach Abschluss der Erst-Impfungen in den Seniorenheimen werden laut Rüscher nur jene Personen zur Impfung eingeladen, die sich zuvor im digitalen Vormerksystem des Landes angemeldet haben - am Mittwochvormittag waren das über 65.000 Personen. Jede Impfung werde sofort dokumentiert, unterstrich die Landesrätin.

"Eine 100-prozentige Sicherheit wird auch durch diese verstärkten Maßnahmen nicht möglich sein", stellte Rüscher fest. Umso mehr appelliere man an die Fairness und Eigenverantwortung der Verantwortlichen in den unterschiedlichen Bereichen.