Wieder Ausgangsbeschränkungen für katalonische Stadt Lleida

Nach einem kurzen Streit mit den Gerichten hat die Regierung der spanischen Region Katalonien am Mittwoch erneut strikte Corona-Ausgangsbeschränkungen für die Stadt Lleida (Lérida) und ihre Umgebung verhängt. Die rund 160.000 Einwohner dürfen ihr Zuhause nur verlassen, um zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen, Sport zu treiben oder Lebensmittel einzukaufen.

red/Agenturen

Die Region war bereits Anfang Juli vom Rest des Landes isoliert worden. Wegen eines größeren Corona-Infektionsherds hatte die katalanische Regionalregierung am Samstagabend eine Ausgangssperre für den Großraum Lleida (Lérida) verhängt, die am Sonntag in Kraft trat. Einen Tag später setzte ein Gericht in Lleida die Maßnahme wegen Verstoßes gegen die Gesetz wieder außer Kraft, daraufhin erließ die Regionalregierung ein Dekret zur Durchsetzung des Verbots.

In der Nacht zum Mittwoch gab das Gericht nun sein grünes Licht für zweiwöchige Ausgangsbeschränkungen. Gleichzeitig forderte es die Behörden auf, es regelmäßig über den Stand der Epidemie zu unterrichten.

Ähnliche Ausgangsbeschränkungen gelten seit Mittwoch auch für einen Teil des an der Stadtgrenze von Barcelona gelegenen Orts L'Hospitalet de Llobregat. Davon betroffen sind drei Stadtteile des 260.000 Einwohner zählenden Orts.

Mit mehr als 28.400 Corona-Toten zählt Spanien zu den am schwersten betroffenen Ländern in Europa. Derzeit kämpft das Land gegen mehr als 120 Infektionsherde. Deshalb gilt unter anderem in Katalonien, Andalusien sowie auf den Balearen eine verschärfte Maskenpflicht.