Coronavirus

AKH-Wien baut zwei neue Intensivstationen auf

Das AKH-Wien ist dabei, zwei weitere Intensivstationen aufzubauen, bestätigte Karin Fehringer, Sprecherin des Wiener AKH, einen Bericht des „eXXpress“ am Dienstag. Auch in der Kinder-Chirurgie wird in eine Intermediate Care Unit für Corona-Patienten umgebaut. Täglich würden mehr Patienten schwer krank eingeliefert - und zwar Jüngere. „Sie warten zu lange daheim. Bei uns sind sie dann schon beatmungswürdig, in schlechtem Zustand“, so ein AKH-Mediziner zum „eXXpress“.

red/Agenturen

Die Intensivstationen seien mit Corona-Patienten „eigentlich schon voll“, es fehle bald der Platz. Ein Grund dafür: Die nun jüngeren Patienten, viele unter 50 Jahre, belegen wesentlich länger ein Intensiv-Bett, im Schnitt 28 Tage. Zudem würden die ECMOs (Herz-Lungen-Maschine; Anm.) knapp. Deren Anzahl soll jetzt im AKH von 26 auf 40 aufgestockt werden.

Sabine Wolf, die Pflegedirektorin des AKH Wien, zum „eXXpress“: „Ja, wir planen derzeit daran, noch zwei Intensivstationen aufzubauen.“ Damit will man weitere Möglichkeiten zur Betreuung schaffen.“ In der Kinderchirurgie wird eine weitere Corona-Intermediate-Care-Unit entstehen und für eine weitere Eskalationsstufe die Hälfte eines Aufwachraums auf der Ebene 9 zur Intensivbetreuung umgebaut werden.

Laut der Pflegedirektorin sind von den Intensivpatienten 14 aktuell in einer ECMO-Therapie. 16 dieser Geräte seien im AKH für Corona-Patienten reserviert. Aufgrund der Knappheit fand auch ein Notankauf von vier ECMOs statt. Insgesamt verfügt das Spital über 26 Stück. Das größte Problem sei aber, dass nicht unendlich viel Personal zur Verfügung steht.