Schweiz: Anzahl der Ansteckungen um über 19 Prozent gestiegen

Die Zahl der Infektionen mit dem Coronavirus steigt in der Schweiz weiter an. Gemäß Bericht des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) vom Donnerstag sind in der Woche vom 15. bis zum 21. März 19,1 Prozent mehr Ansteckungen gemeldet worden als in der Vorwoche.

red/Agenturen

Konkret waren es 10.481 laborbestätigte Fälle in einer Woche, wie dem Bericht entnommen werden konnte. Vor einer Woche war die Anzahl der Neuansteckungen innert sieben Tagen noch um 15,7 Prozent gestiegen. Der Anteil der relevanten mutierten Varianten liegt gemäss Bericht mittlerweile bei 85 Prozent.

Stark zugenommen hat derweil die Anzahl Tests, nämlich um 18 Prozent gegenüber der Vorwoche. So lie0en sich fast 231.300 Personen auf das Coronavirus testen. Die Positivitätsrate lag bei bei den PCR-Tests bei 4,9 und bei den Antigen-Schnelltests bei 4,8 Prozent.

Alter der Erkrankten sinkt

Das Alter der Erkrankten ist unterdessen weiter gesunken. Während in der ersten Phase der Corona-Pandemie vor allem Personen ab 80 Jahren erkrankt waren, liegt das Medianalter der Erkrankten mittlerweile bei 38 Jahren. 50 Prozent sind also jünger, 50 Prozent älter als 38 Jahre.

Die Zahl der Erkrankten ist aber bei allen bis 69-jährigen Personen um mehr als 10 Prozent gestiegen. Bei Personen ab 70 Jahren ist die Anzahl Fälle ungefähr gleich geblieben, Fälle von kranken Kindern und Jugendlichen wurden demnach wenige gemeldet.

Die Inzidenz - die Anzahl neu aufgetretener Erkrankungen - lag in der Woche vom 15. März schweizweit bei 121,2 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. In 17 Kantonen hat die Inzidenz in einer Woche um mehr als 10 Prozent zugenommen, in den beiden Appenzell und im Graubünden hat sie um über 10 Prozent abgenommen.

In den Kantonen verläuft die Entwicklung sehr unterschiedlich und reichte von 37 Fällen im Kanton Appenzell Innerrhoden bis zu 202 Fälle im Kanton Uri. In der Vorwoche lag die Spannbreite zwischen 42 und 159 Fällen, war also kleiner.

Alter von Personen in Spitalpflege sinkt

Gesunken ist auch das Medienalter jener Personen, welche in Spitalpflege müssen. Das liegt mittlerweile bei 64 Jahren. Von den 80-Jährigen und älteren Personen müssen immer weniger ins Spital. Das könnte damit zusammenhängen, dass viele von ihnen bereits geimpft sind. Männer müssen häufiger in Spitalpflege als Frauen.

Für die Woche 11 waren bislang 295 Hospitalisationen gemeldet worden, in der Vorwoche waren es 265. Die Autoren des Berichts erwarten aber, dass die Anzahl Hospitalisationen zunehmen wird, weil noch Nachmeldungen ausstehen.

Wie die Zahl der Hospitalisierungen ist auch die Zahl der Todesfälle fast unverändert. Diese lag in der Woche 11 bei 55 Verstorbenen, in der Vorwoche bei 59. Die Zahl der Todesfälle stagniert damit gemäss Bericht seit mehreren Wochen.

Auf den Intensivpflegestationen (IPS) lagen 168 Personen mit einer Covid-19-Erkrankung (praktisch unverändert), 129 wurden beatmet. Die Corona-Patienten machen noch 25 Prozent der Erkrankten auf den IPS aus. Ende des vergangenen Jahres lag dieser Wert einmal bei einem Höchstwert von 62 Prozent. Die Auslastung der Intensivstationen lag in der Woche 11 weiterhin bei 69 Prozent.
 

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