Coronakrise

Burgenland will sich mit Niederösterreich abstimmen

Das Burgenland will mit Niederösterreich und Wien eine gemeinsame Lockdown-Lösung finden und möchte sich hierzu, nachdem Wien die „Osterruhe“ bereits verlängert hat, mit Niederösterreich bis Freitag abstimmen, hieß es am Mittwoch aus den Büro von Landeshauptmann Hans Peter Doskozil (SPÖ). Es brauche einen Schulterschluss der Bundesländer.

red/Agenturen

Bis Freitag soll die Situation bei den Corona-Infektionen sowie in den Spitälern und vor allem auf den Intensivstationen noch beobachtet und dann eine Entscheidung getroffen werden, hieß es im Burgenland. Näheres war zunächst nicht zu erfahren. Die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen in burgenländischen Spitälern war indes ein wenig gesunken. Nach dem Höchststand am Sonntag mit 25 Erkrankten betrug die Zahl derer, die intensivmedizinische Versorgung benötigen, am Mittwoch 19. Allerdings wurden auch weitere Todesfälle verzeichnet.

In Ostösterreich - Wien, Niederösterreich und dem Burgenland - gilt ab Gründonnerstag und bis Dienstag nach Ostern ein kurzer Lockdown. Die Bundeshauptstadt hat bereits bekannt gegeben, diesen bis 11. April zu verlängern.

„Rasche Notbremsung nötig“

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) hielte die Ausweitung der Maßnahmen, wie er in den vergangenen Tagen mehrfach betonte, für dringend geboten - und zwar nicht nur der Dauer im Burgenland und Niederösterreich, sondern auch auf andere Bundesländer. „In allen acht Bundesländern“ bräuchte es - wie in Wien - „rasch eine Notbremsung zur Absenkung der Infektionszahlen“, meinte er gestern im Bundesrat. Denn die Infektionszahlen an sich würden zwar linear ansteigen, aber gleichzeitig erlebe man einen dramatischen Anstieg bei den Schwerkranken. Deshalb hofft Anschober, rund um die Osterfeiertage eine gute Lösung für alle zu finden, hieß es am Mittwoch im Gesundheitsministerium.