Spanien will Maskenpflicht im Freien am 26. Juni aufheben

In Spanien soll die Maskenpflicht im Freien am 26. Juni aufgehoben werden. Der entsprechende Beschluss solle am kommenden Donnerstag auf einer außerordentlichen Kabinettssitzung gebilligt werden, kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez am Freitag am Rande einer Veranstaltung in Barcelona an. „Das wird das letzte Wochenende sein, an dem man in Spanien im Freien Maske wird tragen müssen“, sagte der sozialistische Politiker. Er sei froh, seinen gut 47 Millionen Landsleuten diese „wichtige Nachricht“ übermitteln zu können.

red/Agenturen

Die strenge Maskenpflicht herrscht in Spanien seit Mai 2020. Nur in bestimmten Situation, etwa am Strand, beim Baden, beim Sport, im Restaurant oder im Café, darf man den Mund- und Nasenschutz abnehmen. Zuletzt waren aber die Stimmen nach einer Lockerung im Zuge der guten Entwicklung der Corona-Lage immer lauter geworden. Regionalregierungen, Unternehmerverbände und vor allem Hoteliers und andere Vertreter der Reisebranche hatten immer energischer ein Ende der Maskenpflicht im Freien gefordert. „Solche Einschränkungen töten die Lust der Menschen, in den Urlaub zu fahren“, hatte etwa der Präsident des spanischen Hotel- und Beherbergungsverbandes, Jorge Marichal, jüngst geklagt.

Die Corona-Zahlen gehen in Spanien seit Monaten fast kontinuierlich zurück. Zuletzt wurden landesweit 43 Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen erfasst. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in Urlaubsregionen wie den Balearen mit Mallorca, der liebsten Urlaubsinsel der Deutschen, sowie in Valencia derzeit sogar unter 20.