Coronavirus

Reduktion des Antigentest-Angebots in Tirol

In Tirol wird es de facto zu einer Reduktion des Antigentest-Angebots kommen. Auf Antrag von Gesundheitslandesrätin Annette Leja (ÖVP) wurden am Dienstag weitere „Strukturanpassungen“ für niedergelassene Ärzte in Bezug auf Antigentestungen beschlossen. So werde es ab 1. Juli für Teststandorte außerhalb von Ordinationen und in einem Umkreis von fünf Kilometern zu öffentlichen Teststandorten keine Abrechnungsmöglichkeit mehr mit dem Land geben, hieß es in einer Aussendung.

red/Agenturen

Zudem erfolge auch keine Belieferung mit Testkits des Bundes durch das Land. Man habe festgestellt, dass die Erfordernis sowie die Bereitschaft, sich testen zu lassen, nicht mehr in dem Ausmaß gegeben ist wie etwa noch vor einigen Monaten, sagte ein Sprecher des Landes der APA. Dies hänge vor allem mit dem Impffortschritt zusammen. „Dieser stimmt mich sehr positiv. Auch bei den Jüngeren geht es nun rasch voran. Das vom Bund angekündigte größere Impfstoffkontingent steht nun zur Verfügung. Wir können allen Impfbereiten bis Anfang Juli ein Angebot machen“, zeigte sich Gesundheitslandesrätin Leja erfreut.

Auch öffentliche Teststraßen seien da und dort schon „spürbar nicht mehr ausgelastet“, begründete zudem der Sprecher des Landes die Test-„Anpassungen“ des Landes. Auf Basis dieser Erkenntnisse habe Leja eine Evaluierung der Testkapazitäten vorgenommen und habe man schließlich besagte Maßnahmen vorgenommen. Dies bedeute nicht, dass die betroffenen Standorte somit unweigerlich schließen würden oder müssten - es könne für sie schließlich auch noch andere Abrechnungsmöglichkeiten geben. Auch gebe es in Tirol nach wie vor ein „ausreichendes Angebot“ für jene, die sich testen lassen wollen - etwa in Apotheken, Screeningsraßen oder bei niedergelassenen Ärzten.

Gleichzeitig teilte das Land mit, dass für Teststandorte außerhalb von Ordinationen und außerhalb eines Umkreises von fünf Kilometern zu öffentlichen Teststandorten von 1. Juli bis 31. August eine „Auslobung“ vorgenommen wird. Dadurch werde das Testangebot in Gegenden ohne öffentliche Teststraße abgesichert. Zudem wurde auf die auf Bundesebene beschlossene und bereits erfolgte Abrechnungsmöglichkeit im niedergelassenen Bereich für Ordinationen mit Hausapotheke mit den Sozialversicherungsträgern hingewiesen. Auch für Ordinationen ohne Hausapotheke sei eine solche über die Sozialversicherung beschlossen worden. Tritt letztere in Kraft, bestehe keine Abrechnungsmöglichkeit mehr mit dem Land - und keine Belieferung mit Testkits des Bundes durch das Land. Bis zum Inkrafttreten können aber die Ärzte mit dem Land weiter abrechnen - jedoch wird der Betrag von 25 auf 20 Euro pro durchgeführtem Test reduziert.