Italiens Premier Draghi fordert Reform der EMA

Der italienische Premier Mario Draghi hat sich für eine Reform der EU-Arzneibehörde EMA ausgesprochen. „Es ist ein komplexes Thema, aber im letzten Jahr haben wir eine gewisse Divergenz der Meinungen zwischen EMA und den nationalen Gesundheitsbehörden der EU-Länder beobachtet, was zu erheblicher Verwirrung geführt hat", sagte Draghi bei einer Pressekonferenz nach dem EU-Gipfel in Brüssel am Freitag.

red/Agenturen

„Ich glaube, dass die EMA gestärkt werden muss. Sie muss die Befugnisse erhalten, über die ähnliche Behörden in anderen Ländern, wie zum Beispiel in den USA, verfügen", sagte Draghi.

Die Pandemie sei noch nicht vorbei, warnte der italienische Premier. „Wir sind noch nicht über den Berg und wir müssen der Pandemie weiterhin mit Entschlossenheit, Aufmerksamkeit und Wachsamkeit begegnen", so Draghi. Angesichts der steigenden Bedrohung durch die Delta-Variante des Coronavirus sagte Draghi, dass mehr Impfstoffe, Tests und Rückverfolgung notwendig seien. Die Delta-Variante schüre Unsicherheit über die Erholung der Wirtschaft.

Die Ausbreitung der Delta-Variante in Italien gibt weiterhin Anlass zur Sorge. Ein Gipfeltreffen zwischen dem wissenschaftlichen Komitee CTS, das die Regierung im Umgang mit der Pandemie berät, und Experten des Gesundheitsministeriums wurde einberufen. Gearbeitet wurde an einer Erhöhung der Sicherheitsvorkehrungen zur Eingrenzung der Virusvariante. Diskutiert wurde über die Möglichkeit, eine größere Anzahl von Abstrichen zu machen. Einzelne Infektionsherde, aber auch Einzelfälle, sollen zügig lokalisiert und isoliert werden, erklärte CTS- Koordinator Franco Locatelli.

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