Corona-Pandemie

Handelsverband: Gutschein als Impfanreiz

Der Handelsverband schlägt zur Steigerung der Impfbereitschaft die Vergabe eines Gutscheins im Wert von 50 Euro je Erststich vor. Die maximalen Kosten in Höhe von 395 Millionen Euro seien „günstiger als ein erneuter Lockdown“. Die Kinderliga und der Bundesverband für Psychotherapie (ÖBVP) plädieren unterdessen für einen Corona-Bonus für alle sechs- bis 25-Jährigen in Form von Gutscheinen für diverse Freizeitaktivitäten und für psychosoziale Betreuung.

red/Agenturen

„Damit sollen die politisch Verantwortlichen ein klares Zeichen setzen, um sich bei Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen für deren Solidarität während der Corona Pandemie zu bedanken“, betonten die Österreichische Liga für Kinder- und Jugendgesundheit und der ÖBVP. Gerade diese Altersgruppe hätte seit März 2020 mit ihren Familien in den Wochen der Lockdowns, aber auch in den Phasen dazwischen und jetzt danach, ihre enorme Anpassungsfähigkeit und Solidarität unter Beweis gestellt. Viele mussten auf engem Raum Homeoffice und Distance Learning unter einen Hut bringen. „Neben den eigenen Herausforderungen und Belastungen, die diese Situation mit sich bringt, spüren viele Kinder und Jugendliche auch die Sorgen und Ängste der Erwachsenen. Die Zahl der psychischen Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen steigt seit Beginn der Corona Krise signifikant“, betonten die Organisationen.

Eine Woche Lockdown kostet Handel 2,5 Mrd. Euro

Der Handelsverband forderte neue Schritte in Europa, um den Wettlauf mit dem Virus zu gewinnen. Um eine Durchimpfungsrate von zumindest 80 Prozent in Österreich zu erreichen, „braucht es jetzt gezielt Positiv-Anreize“, sagte Handelsverband-Geschäftsführer Rainer Will. Damit solle auch der Beitrag der Menschen zur Volksgesundheit entsprechend belohnt werden. „Wer bereits mindestens eine Corona-Impfung nachweisen kann oder sich noch impfen lässt, soll einen Gutschein erhalten, der bei allen Unternehmen mit Betriebsstätte in Österreich einlösbar ist – egal ob im Handel, bei körpernahen Dienstleistern, in der Gastronomie oder in der Hotellerie“, so der Vorschlag des Verbandes, der die Kosten für eine Woche Lockdown mit „bis zu 2,5 Milliarden Euro“ bezifferte.