In Ungarn fällt Maskenpflicht wegen Impf-Fortschritts fast ganz weg

In Ungarn treten ab sofort umfangreiche Lockerungen der staatlichen Corona-Beschränkungen in Kraft, weil inzwischen 5,5 Millionen Ungarn zumindest eine Erstimpfung gegen das Virus Sars-Cov-2 erhalten haben. Die Regierung in Budapest gab am Freitagabend bekannt, dass diese Impfquote erreicht wurde. Somit werden ab Samstag zahlreiche Einschränkungen aufgehoben.

red/Agenturen

Ungarns Regierung macht Lockerungen ausschließlich vom Impf-Fortschritt abhängig, nicht von der Inzidenz der Neuansteckungen. Demnach ist nun die bisher gültige Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen - auch im öffentlichen Verkehr - weggefallen. Sie gilt nur noch in Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen wie Altenheimen. Zur Übernachtung in Hotels sowie zum Betreten der Innenräume von Restaurants, Stränden, Bädern, Theatern und Kinos müssen Gäste keinen Immunitätsausweis mehr vorlegen. Dieser Ausweis, der belegt, dass jemand gegen Corona geimpft wurde oder eine Covid-Erkrankung überstanden hat, ist nur noch zur Teilnahme an Massen-Sportveranstaltungen und zum Besuch von Konzerten oder Musiklokalen notwendig. Für diesen Zweck wird auch der „Grüne Pass" der EU akzeptiert.

In den Geschäften gelten keine Abstandsregeln mehr. Private Feste dürfen bis zu 100 Gäste haben, Hochzeiten bis zu 400. Schulen und Universitäten sollen ab Herbst wieder den Präsenzunterricht einführen.

In Ungarn lag die Corona-Inzidenz der letzten 14 Tage bei 10,21 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohner.