Coronavirus

Zehn positiv Getestete in Veldener Gastro-Cluster

In Kärnten ist der Corona-Cluster in der Gastro-Szene in Velden am Wörthersee auf mittlerweile zehn infizierte Personen angewachsen. Laut Landespressedienst handelt es sich dabei um sechs Praktikanten und vier weitere Mitarbeiter der Gastronomie. Nicht zuletzt angesichts dieser Entwicklung regte der Kärntner Tourismusreferent Sebastian Schuschnig (ÖVP) am Dienstag an, dass die Registrierungspflicht in der Gastronomie auch weiterhin beibehalten werden könnte.

red/Agenturen

Insgesamt wurden in Kärnten mit Stand Dienstagfrüh 63 aktuell infizierte Personen gezählt. Auch wenn man die 26 positiv getesteten Mitglieder einer niederländischen Reisegruppe außer Acht lässt, erkennt man einen Trend hin zu mehr Neuinfektionen: Vor einer Woche waren nur acht aktuell Infizierte in Kärnten in der Statistik. In den vergangenen 24 Stunden starb eine weitere Person an oder mit dem Coronavirus, seit Pandemiebeginn wurden in Kärnten 822 Coronatote verzeichnet. Zwölf Post-Covid-Patienten werden derzeit stationär behandelt, zwei von ihnen auf einer Intensivstation.

Was den Cluster in Velden angeht, so waren die Betroffenen in insgesamt sieben Betrieben tätig. Mehrere von ihnen hatten auch Kundenkontakt, unter den Gästen wurde bisher aber keine Infektion festgestellt. Das Contact Tracing lief auf Hochtouren: Am Wochenende wurden mehrere hundert Gäste angerufen, über den möglichen Infektionsort informiert und zu einem freiwilligen und kostenlosen PCR-Test eingeladen. In Zusammenarbeit mit der Gemeinde Velden wurden am Wochenende außerdem in eigens eingerichteten Teststraßen über 1.150 Personen getestet - alle diese Antigentests waren negativ. Die betroffenen Betriebe bleiben laut der Behörde weiterhin mit dem gültigen Präventionskonzept offen. Mitarbeitertestungen sind am Laufen, die letzten ausständigen Ergebnisse werden für Mittwoch erwartet.

Registrierungspflicht „sehr einfacher, zumutbarer Schritt“

Landesrat Schuschnig appellierte am Dienstag nach der Sitzung der Kärntner Landesregierung sowohl an Gäste als auch Unternehmer, die 3-G-Regel ernst zu nehmen. Die Registrierungspflicht im Tourismus könnte man in Kärnten weiter aufrechterhalten: „Es ist ein einfaches Instrument mit großer Wirkung im Ernstfall.“ Auf die Frage, ob das auch nach den Öffnungsschritten am 22. Juli der Fall sein soll, meinte Schuschnig, es wolle nicht grundsätzlich die Lockerungsschritte infrage stellen: „Wenn es aber zu Infektionen kommt, dann geht es darum, diese so schnell wie möglich nachzuverfolgen und einzudämmen.“ Insgesamt sei die Registrierungspflicht ein „sehr einfacher, zumutbarer Schritt, an dem vielleicht festzuhalten ist“.

Team-Kärnten-Chef Gerhard Köfer reagierte postwendend auf diese Aussagen zur Registrierungspflicht. Ihr Wegfall sei ein richtiger Schritt: „Dieses bürokratische und datenschutzrechtlich bedenkliche Instrument hat bis jetzt kaum Mehrwert geboten und hat sich nur in geringem Maße bewährt.“ Gaststätten würden ohnehin nur Personen betreten werden dürfen, die einen gültigen 3-G-Nachweis mit sich führen. Köfer schlug vor, dass aus der Registrierungspflicht eine freiwillige Maßnahme wird.