Corona-Impfung

„tirol kliniken“ verlangen Immunisierung für Neuanstellungen

Auch die „tirol kliniken“, zu denen die Krankenanstalten in Innsbruck, Hall in Tirol, Natters und Zirl gehören, setzen nun auf eine Covid-Impfpflicht für Neuanstellungen. Man folge damit der klaren Empfehlung von Gesundheitslandesrätin Annette Leja (ÖVP), sagte „tirol kliniken“-Sprecher Johannes Schwamberger und bestätigte damit einen Bericht der „Tiroler Tageszeitung“ (Dienstagsausgabe).

red/Agenturen

Bisher hatten es die „tirol kliniken“ den einzelnen Organisationseinheiten überlassen, ob eine Corona-Impfung als Voraussetzung für eine Einstellung gesehen wurde. In Risikobereichen habe es dadurch bereits seit längerem eine de-facto Impfpflicht gegeben. Mit der klaren Empfehlung der Gesundheitslandesrätin setze man nun aber auf die generelle Impfpflicht für alle Neuzugänge, hieß es.

Die Tiroler Grünen begrüßten die Impfpflicht für neue Mitarbeiter. „Die Krankenhäuser des Landes müssen ein Schutzraum für die Gesundheit der Menschen sein“, erklärte Gesundheitssprecher und Klubobmann Gebi Mair. Immobile Patienten könnten sich nicht aussuchen, von wem sie untersucht werden, wer ihre Pflege oder Therapie vornimmt, wer sich um Essen und Reinigung kümmert. Deshalb sei es wichtig, dass sie sich darauf verlassen können, dass die Mitarbeiter der Häuser „das Zumutbare“ tun, um eine Verbreitung des Coronavirus in den Krankenhäusern zu unterbinden, so Mair.

Kritik kam hingegen von der Tiroler FPÖ. Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) habe die Tiroler Bevölkerung „eiskalt belogen“. Dieser habe noch im Juli eine Impfpflicht im Landesdienst dezidiert abgelehnt, kommentierte FPÖ-Landesparteiobmann Markus Abwerzger. „Platters Worte sind nicht das Papier wert, auf denen sie geschrieben sind, er hat keine Handschlagqualität“, fügte der FPÖ-Chef hinzu.