Corona-Pandemie

Strengere Restriktionen in Sizilien geplant

Angesichts der zunehmenden Infektionszahlen in Süditalien will die Regierung in Rom strengere Anti-Corona-Restriktionen verordnen. Sizilien soll laut Medienangaben am Freitagabend zur gelben Region erklärt werden. Das bedeutet, dass erstmals seit dem 25. Juni eine der 20 Regionen nicht mehr als weiß eingestuft wird.

red/Agenturen

Sizilien hat die drei neuen Parameter übertroffen, die bei der Bestimmung der Anti-Corona-Einschränkungen in Italien berücksichtigt werden, und zwar die Aufnahmen auf der Intensivstation, die auf Sizilien die Schwelle von zehn Prozent überschritten haben, die Besetzung der Betten in den Corona-Abteilungen der Spitäler, die höher als 20 Prozent liegt, und die Infektionszahlen.

Auch Sardinien steht unter Beobachtung, wird jedoch noch nicht die „Gelbe Karte“ erhalten. Auf Sardinien liegt der Prozentsatz der besetzten Betten auf den Intensivstationen der Krankenhäuser bei zwölf Prozent. Die Bettinzidenz beträgt 14 Prozent, ein Schwellenwert, der noch leicht unter der Höchstgrenze von 15 Prozent liegt.

Reiseregeln verschärft

Die italienische Regierung verschärft ab kommender Woche weiters die Anti-Corona-Restriktionen bei Reisen. So wird ab Mittwoch (1. September) ein Impfnachweis, ein 48 Stunden lang gültiger negativer Corona-Test oder ein Genesungsnachweis notwendig sein, um an Bord von Flugzeugen, Hochgeschwindigkeitszügen, Fernbussen und Fähren zu gehen.

Ein Grüner Pass wird auch von Lehrpersonal und Universitätsstudenten verlangt. Wer in der Schule den Grünen Pass nicht vorweist, wird vom Dienst suspendiert. Die Plätze an Bord von öffentlichen Verkehrsmitteln sollen aufgestockt werden. Schnelltests sollen für Kinder zwischen zwölf und 18 Jahren maximal acht Euro kosten, für Erwachsene werden sie 15 Euro kosten.

 

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