Schulstart in Slowenien mit freiwilligen Tests für Schüler

In Slowenien beginnt am Mittwoch das neue Schuljahr. Für Schüler ab der 7. Schulstufe gelten freiwilliges Testen sowie Maskenpflicht, wie slowenische Medien berichteten. Schulangestellte müssen hingegen die 3G-Regel erfüllen: wer nicht geimpft oder genesen ist, wird sich einmal pro Woche auf Covid testen müssen.

red/Agenturen

Sollten die Lehrer die Testpflicht verweigern, kann das als Verletzung von Arbeitsbestimmungen gelten, was letzten Endes auch zur Kündigung führen kann, geht laut Medien aus einem jüngsten Rundschreiben des Bildungsministeriums hervor. Dasselbe wird auch dann gelten, wenn sich Schulangestellte weigern, den Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Bisher hatten die Schulleitungen keine Grundlage gehabt, um gegen Mitarbeiter, die Tests oder Masken verweigerten, vorgehen zu können. Die 3G-Regel gilt auch für das Personal in den Kindergärten.

Für Schüler ist das freiwillige Testen ebenfalls auf wöchentlicher Basis vorgesehen. Ihnen stehen fünf Gratis-Antigen-Selbsttests pro Monat zu Verfügung, die man in den Apotheken abholen kann. Geplant ist, dass die Schüler die Tests zu Hause durchführen. Die Testergebnisse werden nicht überprüft, im Bildungsministerium setzt man auf Vertrauen.

Seit einer Woche gibt es in Slowenien keine Gratis-Antigen-Tests für die Allgemeinbevölkerung mehr. Die Regierung hatte die kostenlosen Massentests abgeschafft, um damit die Corona-Impfung anzuregen. In jenen Branchen, in denen die 3G-Regel als Pflicht vorgeschrieben ist, können sich Beschäftigte weiterhin gratis testen lassen. Das gilt u.a. für Gesundheits- und Pflegewesen, für Schulen- und Kindergärten, im Handel, Gastronomie und Tourismus sowie für Dienstleistungen im Bereich der Körperpflege.

Die epidemiologische Lage in Slowenien verschlechtert sich zunehmend. Die 14-Tage-Inzidenz liegt derzeit bei 244,7 pro 100.000 Einwohner, zeigen die neusten Daten der slowenischen Tracker-Seite "covid-19.sledilnik.org". In dem Zwei-Millionen-Land Slowenien sind 42,7 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig geimpft. Unter den Volljährigen gibt es 51 Prozent vollständig Immunisierte, im Alter von zwölf bis 17 Jahren haben sich bisher knapp vier Prozent bzw. rund 14.500 Jugendlichen mit beiden Impfdosen impfen lassen, wie offizielle Daten zeigen.