| Aktualisiert:
Coronavirus

Größte Cluster in NÖ weiter in Asylbetreuungsstellen

Der Corona-Cluster in niederösterreichischen Asylbetreuungsstellen bleiben unverändert die größten im Bundesland. In Traiskirchen (Bezirk Baden) wurden am Mittwoch 81 Infektionen gezählt, um 16 weniger als am Vortag. Aus Schwechat (Bezirk Bruck a.d. Leitha) sind laut dem Büro von Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) indes 30 Fälle (plus eins) gemeldet worden. Infizierte gab es auch an Schulen.

red/Agenturen

In BHS in St. Pölten und Wiener Neustadt sind demnach zehn bzw. sechs Fälle gezählt worden. Neun waren es in einer derartigen Schule im Bezirk Baden. Je sechs Infektionen gab es in einer AHS im Bezirk Bruck a.d. Leitha und in einer BHS im Bezirk Mödling. In den Schulen handle es sich entweder um Infektionen im privaten Bereich, die auch Schüler betreffen, oder um Ergebnisse von Antigentests in den Bildungseinrichtungen, die durch PCR-Testungen (behördliche Testungen außerhalb der Schule) bestätigt wurden, teilte das Büro der Landesrätin mit.

Mehr Sicherheits- und Corona-Kontrollen im EAZ Thalham

Nach dem Aufstand von Lokalpolitikern gegen das Erstaufnahmezentrum (EAZ) Thalham in St. Georgen im Attergau (Bezirk Vöcklabruck) und dem Untertauchen mehrerer Corona-infizierter oder als Kontaktpersonen klassifizierter Asylwerber sind am Mittwoch mit dem Innenministerium Maßnahmen vereinbart worden. Diese betreffen einerseits Sicherheitskontrollen und andererseits Corona-Maßnahmen.

Unter anderem werden die Präsenz von Sicherheitsdienst und Polizei, Kontrollen der Bundesbetreuungsagentur und Videoüberwachung verstärkt, hieß es aus dem Ministerium. Zudem soll es mehr Covid-19-Aufklärung für die Asylwerber, regelmäßige Coronatests, einen neuen Quarantäne-Bereich und mehr Anwesenheitskontrollen geben.

Die Kommunalpolitiker hatten Ende August kritisiert, dass aus dem EAZ mittlerweile ein „Dublin-Zentrum“ geworden sei, in dem Menschen untergebracht würden, die nur geringe oder gar keine Chancen auf Bleiberecht hätten. Die ursprüngliche Polizeistation im Lager sei aufgelöst worden und die Belegung zuletzt auf bis 188 - vereinbart waren ursprünglich bis zu 120 - gestiegen. Junge Männer würden scharenweise den Ort durchstreifen und private Gärten betreten, hatten die Gemeindepolitiker kritisiert, auch waren einige Corona-Infizierte oder deren Kontaktpersonen offenbar untergetaucht.