Rauchverbot in Gastronomie

Experte appelliert an rasche Einführung

Florian Stigler von der MedUni Graz unterstützte das „Don't Smoke“-Volksbegehren mit seiner wissenschaftlichen Expertise. Nun hofft er auf eine rasche Lösung beim Gastronomie-Rauchverbot, denn jedes Monat Verzögerung führe zu 2.700 vermeidbaren Krankenhausaufnahmen.

red/Agenturen

Nach den jüngsten Entwicklungen zum Rauchverbot in der Gastronomie hat am Donnerstag Florian Stigler, Experte für Öffentliche Gesundheit an der MedUni Graz, an eine umgehende legistische Umsetzung appelliert. „Die rauchfreie Gastronomie sollte möglichst rasch eingeführt werden. Jedes Monat Verzögerung führt zu 2.700 vermeidbaren Krankenhausaufnahmen“, so Stigler.

Dem Fachmann zufolge wären mit einem einzigen Jahr rauchfreier Gastronomie 32.400 Krankenhausaufnahmen zu vermeiden, was nicht nur durch weniger Passivrauchbelastung zu erklären ist. Studien belegen, dass ein Rauchverbot in Lokalen Raucher vermehrt zum Aufhören bewegt, Ex-Raucher seltener rückfällig werden lässt und Jugendliche weniger zum Rauchen verführt.

Stigler hatte für das „Don't Smoke“-Volksbegehren wissenschaftliche Arbeiten zu den Effekten eines Rauchverbots in Lokalen zusammengefasst. Demnach würden mit rauchfreien Lokalen und Gaststätten die Anzahl von Spitalsaufnahmen aufgrund von Herzinfarkten um 15 Prozent, jene nach Schlaganfällen um 16 Prozent sinken. Bei Kindern und Jugendlichen wären um 19 Prozent weniger Krankenhausaufenthalte aufgrund von Lungenentzündungen und um zehn Prozent weniger Spitalsbehandlungen nach Asthmaanfällen zu erwarten. Die Frühgeburten würden um vier Prozent sinken.