Von Digitalisierung, über Zucker bis zu K.o.-Tropfen

Am Donnerstag endete die zweitägige Deutsche Gesundheitsministerkonferenz in Leipzig. Wichtige Themen waren die Digitalisierung im Gesundheitswesen, die Masern-Impfflicht, das Schulgeld für Gesundheitsberufe, die Reduzierung des Zuckerkonsums und verschärfte Regeln für die Herstellung von K.o.-Tropfen.

red/Agenturen

Auf der Gesundheitsministerkonferenz in Leipzig verabschiedeten die deutschen Gesundheitsminister am Donnerstag einstimmig einen Antrag, um digitale Lösungen und Telemedizin vor allem auch in die ländlichen Regionen zu bringen. Die Länderminister unterstützten den Referentenentwurf zum „Digitale Versorgung Gesetz – DVG“ des Bundesgesundheitsministerium, verlangten aber auch eigene „Experimentierräume“.

Medizinische Versorgung sei eine regionale Angelegenheit und unterscheide sich zwischen Stadt und Land, sagte die Vorsitzende der Gesundheitsministerkonferenz, Sachsens Gesundheitsministerin Barbara Klepsch (CDU). Eine einheitliche Lösung werde es darum nicht geben.

Neben dem großen Thema Digitalisierung befassten sich die Gesundheitsminister in Leipzig während der zweitägigen Konferenz noch mit einer ganzen Reihe weiterer Themen: So wollen die Ressortchefs der Länder das Schulgeld für Gesundheitsberufe abschaffen. Die Gesundheitsminister unterstützen die Pläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) für eine Masern-Impfpflicht.

Zudem peilen sie eine gemeinsame Strategie zur Reduzierung des Zuckerkonsums an. Dabei geht es um die Kennzeichnung von Zucker in Fertiglebensmitteln, aber auch um verbindliche Vorgaben an die Industrie zur Zuckerreduzierung. Umstritten ist dagegen die Idee einer Zuckersteuer.

Schließlich ging es auch um verschärfte Regeln für die Herstellung sogenannter K.o.-Tropfen. Es werden immer wieder Fälle bekannt, in denen die farb-und geschmacklose Substanz Gamma-Butyrolacton (GBL) in Diskotheken oder auf Partys genutzt wird, um Frauen zu betäuben und anschließend zu missbrauchen. Baden-Württembergs Sozialminister Manne Lucha (Grüne) verlangte, GBL mit Bitterstoffen zu versetzen, damit die Tropfen nicht mehr unbemerkt in Getränke gekippt werden können. Die Minister forderten das Bundesgesundheitsministerium auf, Maßnahmen für einen verschärften Umgang mit GBL zu treffen.

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