Coronavirus

Italiens Gesundheitsrat: „Ermutigende Zahlen“

Italiens Oberster Gesundheitsrat (CTS), der die italienische Regierung in Sachen Coronavirus berät, hat die epidemiologische Kurve in Italien nach Ende des Lockdowns als ermutigend bezeichnet. „Die Epidemiezahlen in Italien sind sinkend, doch wir müssen weiterhin umsichtig sein, um die Infektionsfälle zu reduzieren und sie auf Null zu drücken“, sagte CTS-Präsident Franco Locatelli.

red/Agenturen

Laut Locatelli sei die Lage der aktuellen Covid-19-Patienten nicht so akut, wie zu Beginn der Epidemie im Februar. Es gebe jedoch keine wissenschaftlichen Beweise, dass das Virus schwächer geworden sei, wie einige Virologen behaupten.

Die meisten Menschen würden sich im Familienkreis infizieren. Die Inkubationszeit betrage zwischen fünf und sieben Tage. Lediglich 250 Personen liegen in Italien noch auf der Intensivstation, am 3. April waren es noch über 4.000 gewesen. Das Virus sei jedoch noch nicht ausgemerzt, sagte Locatelli im Interview mit dem TV-Sender „Sky“ am Mittwoch.

In der Lombardei, der von der Epidemie am stärksten betroffenen Region, sinke die Epidemiekurve langsamer, erklärte Locatelli. Dies sei auch darauf zurückzuführen, dass die Region mit über zehn Millionen Einwohnern stark bevölkert sei. In der Lombardei wurden 16.000 der circa 34.000 Covid-19-Todesopfer in Italien verzeichnet.

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„Die Epidemiezahlen in Italien sind sinkend, doch wir müssen weiterhin umsichtig sein, um die Infektionsfälle zu reduzieren und sie auf Null zu drücken." Franco Locatelli, Präsident des Obersten Gesundheitsrats in Italien