Psychotherapie

Berufsverband BÖP fordert Gleichbehandlung

Der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen (BÖP) hat den Vorstoß zum Ausbau der kassenfinanzierten Plätze zur Behandlung psychischer Erkrankungen begrüßt. Gleichzeitig wies der BÖP darauf hin, dass dieser Schritt „der von der Regierung angekündigten grundlegenden Reform der psychischen Versorgung in Österreich vorgreift und die Psychologie nicht mit einbezieht“.

red/Agenturen

Ziel der angestrebten Reform sei eine zielgerichtete und effektive Behandlung von psychisch erkrankten Menschen in Österreich mit ausreichend Behandlungsplätzen auf hohem Qualitätsniveau und ohne Wartezeit. „Dies kann aber nur unter Einbeziehung aller drei PSY-Berufe (Klinische PsychologInnen, PsychiaterInnen, PsychotherapeutInnen) geleistet werden“, hieß es in einer Aussendung.

Im derzeitigen System können viele hochqualitative Leistungen von Klinischen Psychologen und Psychologinnen, insbesondere die Psychologische Therapie (klinisch-psychologische Behandlung), nicht mit der Krankenkasse verrechnet werden. Die Kosten dafür müssen Betroffene aktuell zu 100 Prozent selbst tragen, betonte der BÖP, der eine Gleichbehandlung der Berufsgruppen fordert.