Deutschland lockert Einreise aus Serbien nicht

Die deutsche Regierung hat am Mittwoch Grünes Licht für die erleichterte Einreise von Bürgern aus elf Drittstaaten nach Deutschland gegeben. Das sind um vier weniger, als die EU am Dienstag beschlossen hat. Insbesondere ist auch Serbien nicht darunter, für das Österreich am Mittwoch eine Reisewarnung verhängt hat.

red/Agenturen

Dafür ist Montenegro auf der deutschen Liste für eine erleichterte Einreise, obwohl das Wiener Außenministerium auch hier eine Reisewarnung ausgesprochen hat, gemeinsam mit den anderen Westbalkan-Ländern Bosnien-Herzegowina, Kosovo, Nordmazedonien und Albanien.

Nach Informationen aus deutschen Regierungskreisen billigte das Kabinett weiters erleichterte Einreisen aus Australien, Georgien, Kanada, Neuseeland, Thailand, Tunesien und Uruguay nach Deutschland. Auch Reisende aus China, Japan und Südkorea erhalten grundsätzlich Grünes Licht. Allerdings werden sie erst auf die deutsche Liste genommen, wenn sie selbst deutsche Bürger nach denselben Regeln ins Land lassen, wie Innenminister Horst Seehofer im Kabinett nach Teilnehmerangaben sagte. Teilweise existieren dort noch Quarantäne-Bestimmungen.

Anders als auf der EU-Liste der sicheren Staaten fehlen auf der deutschen Liste die vier Länder Serbien, Marokko, Ruanda und Algerien. Für diese werden die Einreisebestimmungen vorerst nicht gelockert, weil das Robert-Koch-Institut diese Länder noch als Risikogebiete einstuft.

Die am Dienstag mit Mehrheitsbeschluss verabschiedete EU-Liste ist nur eine Empfehlung für die EU-Mitgliedsstaaten. Keine Freigabe gibt es zudem für die USA, die Türkei, Russland und Brasilien, die schon auf der EU-Liste fehlten. Die dortige Ausbreitung des Virus wird als schwerwiegender eingeschätzt als im EU-Durchschnitt.