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Tourismus-Coronatests

Labor-Konsortium beauftragte Beratungsfirma

Bei den Coronatests im Tourismus hat ein Konsortium von Laboren die Beratungsfirma McKinsey in der Pilotphase als operativen Umsetzungspartner engagiert. Kolportiert worden war zudem, dass für McKinsey wiederum beim sogenannten Projekt „Safe A“ die Agentur Rosam.Grünberger Change Communications aktiv geworden war. Diese dementiert.

red/Agenturen

Medial war spekuliert worden, dass der Steuerzahler die Kosten für die Umsetzungspartner getragen habe. Die Rede war in der „Krone“ von 200.000 Euro pro Woche. „Es gab oder gibt keinerlei Beauftragung oder Zahlungsflüsse des Tourismusministeriums oder des Bundes an das Beratungsunternehmen McKinsey. Das gilt sowohl für die Pilotphase, als auch für das nunmehr ausgerollte Programm“, hatte ein Sprecher von Tourismusministerin Elisabeth Köstinger am Mittwoch gegenüber der APA betont. Selbiges gelte auch für die Kommunikationsagentur.

Rosam.Grünberger Change Communications hat im Zusammenhang mit dem Projekt „Safe A“ rund um flächendeckende Corontests im heimischen Tourismus „nie einen Auftrag erhalten“. Weder von McKinsey noch vom Tourismusministerium oder der Wirtschaftskammer sei dies der Fall gewesen. Das betonte die PR-Agentur am Mittwochnachmittag gegenüber der APA. Mails hatten nahegelegt, dass es einen Auftrag gab. Offenbar war die Agentur im Gespräch, erhielt aber schließlich keinen Auftrag.

Aus den Unterlagen geht hervor, dass am Ende der Pilotphase 15.000 bis 20.000 Coronatests an Tourismusmitarbeitern vorgenommen werden. In der Hochsaison werde mit rund 65.000 pro Woche gerechnet. Geworden sind es bisher insgesamt 10.200 Abstriche. In der Unterlage von Wirtschaftskammer und Ministerium ist auch festgehalten, dass Erkrankte isoliert werden sollen, um den Weiterbetrieb von Hotels zu gewährleisten.