Statistik

Nach mehreren Wochen wieder Todesfälle in Oberösterreich

Nach acht Wochen ohne Corona-Todesfall sind am Dienstag in Oberösterreich wieder zwei Opfer gemeldet worden: Eine 100-jährige Linzerin und ein 76-Jähriger aus dem Bezirk Perg starben im Kepler Uniklinikum, teilte das Land mit. Die Zahl der im Bundesland an Covid-19 gestorbenen Personen stieg somit auf 63.

red/Agenturen

Seit Montag gab es in Oberösterreich 30 Neuinfektion, aktuell sind 463 Personen erkrankt. Bei den Fällen, die auf Reiserückkehrer zurückzuführen sind, hat die Zahl um vier auf insgesamt 139 zugenommen - 92 Reisende lösten 47 Folgefälle aus. Die bekannten Cluster rund um eine Freikirche und die Neue Mittelschule Neukirchen im Bezirk Vöcklabruck sind stabil und verzeichneten keine Zuwächse.

Die Tests im Tourismusort St. Wolfgang im Bezirk Gmunden für Tourismusmitarbeiter, Bewohner und Gäste nach dem Bekanntwerden der Covid-19-Fälle in der vergangene Woche sind beendet worden. Am Montag lagen alle Ergebnisse der insgesamt 1.183 Tests vor. Demnach ist die Zahl der Infizierten gegenüber zuletzt mit 62 gleich geblieben. Es handelt sich um 56 Mitarbeiter, drei Gäste eines Hauses im Ort und drei Jugendliche aus der Umgebung. Sie kommen aus mehreren Bundesländern.

Alle Gäste, die in Beherbergungsbetrieben in St. Wolfgang genächtigt haben, müssen vor dem Verlassen ihre Kontaktdaten in einem Erhebungsblatt bekannt geben und haben damit die Gewissheit, von etwaig notwendigen Maßnahmen auf kürzestem Weg informiert zu werden. Diese Regelung gilt vorerst bis 2. August. Die Gemeinde hat in Abstimmung mit dem Tourismusverband und dem Land eine Gästehotline unter der Telefonnummer +43 6138 8003 11 eingerichtet.

Bürgermeister Franz Eisl (ÖVP) kündigte in einem Informationsschreiben an alle Haushalte und Betriebe im Ort an, dass in einem weiteren Schritt alle Mitarbeiter der aktuell betroffenen Betriebe in den kommenden zehn Tagen noch einmal getestet werden. Das sollte den Bewohnern, den Gästen und den Mitarbeitern Sicherheit geben, „auch zukünftig völlig unbesorgt in St. Wolfgang leben und Urlaub machen zu können.“ Und er hielt wörtlich fest: „Wir sind seit 500 Jahren gute und verlässliche Gastgeber. Der Broterwerb unserer Familien wird – direkt oder indirekt – dadurch gesichert! Wir wollen und werden auch in Zukunft Menschen bei uns in St. Wolfgang glücklich machen.“

Die Stadt Linz richtete am Dienstag an Zugreisende, die am 22. und am 24. Juli Züge der ÖBB und der Westbahn auf der Strecke Linz-Wien und zurück benützt haben, den Aufruf, ihren Gesundheitszustand genau zu überwachen. Eine positiv getestete Linzerin hatte an beiden Tagen den um 8.16 Uhr am Linzer Hauptbahnhof abfahrenden ÖBB-Zug RJX 669 genommen. Die Rückfahrt erfolgte jeweils mit einem Westbahnzug - am 22. Juli mit dem WB 996 um 21.10 Uhr ab Wien-Westbahnhof und am 24. Juli mit dem WB 992 um 17.10 Uhr ab Wien-Westbahnhof.

Einen ähnlichen Aufruf veröffentlichte auch das Land Oberösterreich: Eine auf Covid-19 positiv getestete Person ist am 25 Juli mit der Westbahn um 18.06 Uhr von Vöcklabruck nach Salzburg gefahren. Die Rückfahrt erfolgte am 26. Juli in einem ÖBB-Nachtzug um 4.55 Uhr von Salzburg nach Attnang-Puchheim.