Coronavirus

Zweite Teststraße in Wien kommt auf der Donauinsel

Schon seit einigen Tagen ist bekannt, dass es in Wien eine zweite Coronavirus-Teststraße geben wird. Nun steht auch fest, wo und wann: Laut der Gratiszeitung „Heute“ (Mittwochausgabe) wird die Einrichtung gerade auf der Donauinsel aufgebaut. Ein Sprecher von Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) bestätigte gegenüber der APA den Bericht. Die Eröffnung ist für den morgigen Donnerstag angekündigt.

red/Agenturen

Der Standort für das zweite Drive-In-Center befindet sich auf der Donauinsel bei der Floridsdorfer Brücke, sagte der Stadtratssprecher. Weitere Details soll es erst zur offiziellen Eröffnung geben - etwa wie hoch die Kapazitäten sein werden oder wer sich dort testen lassen kann.

Die erste Corona-Teststraße Wiens am Vorplatz des Ernst-Happel-Stadions ist seit Mitte August in Betrieb. Ursprünglicher Zweck war die Testung von Urlaubsrückkehrerinnen und Urlaubsrückkehrern. Seit kurzen können sich dort Kontaktpersonen von nachweislich Infizierten testen lassen - allerdings nur, wenn sie keine Krankheitssymptome aufweisen. Der Andrang ist sehr groß, immer wieder wird von stundenlangen Wartezeiten berichtet.

AUA plant Corona-Schnelltests für Passagiere

Die deutsche Lufthansa will im Oktober damit beginnen, Passagieren Corona-Schnelltests zur Verfügung zu stellen, wie Konzernmanager Björn Becker laut Reuters in einer Telefonkonferenz sagte. Auch bei der österreichischen Tochter AUA gibt es ein entsprechendes Projekt. Momentan sei man dabei zu klären, ob die Tests von Behörden anerkannt werden. "Es gibt drei unterschiedliche Hersteller", sagte AUA-Sprecherin Tanja Gruber am Mittwoch zur APA.

Der genaue Zeitpunkt der Einführung stehe noch nicht fest. Die AUA fordert, dass die Schnelltests für alle Passagiere kostenlos sind, sprich, dass der Staat sie zahlt. Airlinemanager Becker verwies auf Schnelltestangebote von Pharmakonzernen wie Abbott Laboratories und Roche. Die Lufthansa denke auch darüber nach, Testzentren auf Flughäfen in den USA und in Kanada zu erweitern, zumal dies wichtige Märkte seien. Zuerst könnten die Schnelltests Erste-Klasse- und Business-Passagieren zur Verfügung gestellt werden, so Becker.

Auf USA-Flügen könnte es dann zum Beispiel eine eigene Zone geben, in der nur getestete Personen sitzen, wie es zur APA hieß. Eine weitere Variante, über die man nachdenke, seien Europa-Flüge mit ausschließlich getesteten Passagieren. Es werde sich herausstellen, was von den Kunden angenommen werde.

Am Dienstag hatte sich auch die IATA, der Dachverband der Fluggesellschaften, für Schnelltests direkt vor dem Abflug für jeden Reisenden ausgesprochen. Damit würden Quarantäneverpflichtungen im Zielland überflüssig. Die IATA geht davon aus, dass Antigentests für weniger als zehn Euro pro Test mit Ergebnissen innerhalb von 15 Minuten ab Oktober auf dem Markt sind und zu mehr als 99 Prozent richtige Ergebnisse liefern. Testverweigerer sollen nicht einsteigen dürfen, bezahlen soll das ganze die Steuerzahler.