Spitäler

15.000 Operationen weniger in Niederösterreich

In Niederösterreichs Landeskliniken sind während der heißen Corona-Phase von Mitte März bis Mitte Juli im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum rund 15.000 Planoperationen weniger vorgenommen worden. Das geht aus einer Anfragebeantwortung von LHStv. Stephan Pernkopf (ÖVP) hervor. Ein Großteil der Eingriffe sei bereits nachgeholt worden bzw. seien neue Termine vergeben worden, wurde betont. Kritik setzte es dennoch von FPNÖ-Gesundheitssprecherin Ina Aigner.

red/Agenturen

Auch während des Lockdowns seien in den Landes- und Universitätskliniken im Bundesland Notfallbehandlungen und Akut-Eingriffe durchgeführt worden, betonte Pernkopf in der Anfragebeantwortung. Es könne aber in Einzelfällen dazu gekommen sein, dass die Operation nicht am ursprünglich vorgesehenen Standort durchgeführt wurde - aus Gründen der Patientensicherheit. „Es sind bis dato keine Krisensituationen, die eine Schädigung zur Folge hatten, bekannt“, wurde hervorgehoben.

„Tausenden Niederösterreichern hat man trotz Schmerzen keine Behandlung gewährt und sie mit ihren Problemen alleine gelassen“, hielt Aigner fest. Ein Operationstermin werde schließlich „nicht zum Spaß vereinbart“. Für die betroffenen Patienten forderten die Freiheitlichen Schadensersatz ein.

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