Coronavirus

65 Infektionen bei X-Jam-Maturareise in Kroatien

Bei der X-Jam-Maturareise in Kroatien, bei der es zu sexuellen Übergriffen, Belästigungen und rassistischen Beleidigungen gekommen sein soll, hat es auch Infektionen mit dem Coronavirus gegeben. Wie der Veranstalter am Mittwoch der APA mitteilte, haben sich insgesamt 65 Teilnehmende der Maturareise mit SARS-CoV-2 infiziert. Bei zwei Betroffenen konnte die Infektion noch an Ort und Stelle nachgewiesen werden, bei 63 nach ihrer Rückkehr in ihre Heimatgemeinden.

red/Agenturen

Von den 65 Fällen entfallen laut derzeit vorliegenden Informationen 28 auf Teilnehmende aus Österreich und 37 auf Teilnehmende aus Deutschland. Das Contact Tracing erfolgt durch die jeweils zuständigen Behörden.

Wie X-Jam-Geschäftsführer Alexander Knechtsberger in einer der APA übermittelten Stellungnahme betonte, wurden auf dem Party-Gelände - ein Ferienressort auf der Halbinsel Lanterna - über 30.000 Corona-Tests, davon 23.000 PCR-Tests durchgeführt. In zwei Fällen wurde SARS-COV-2 nachgewiesen.

„Bei diesen beiden Infektionen ist es in Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden gelungen, den Infektionsweg nachzuvollziehen und zu klären. Bei beiden Teilnehmerinnen aus Deutschland war der verpflichtende PCR-Test zwei Tage vor ihrer Abreise in Deutschland negativ und der beim Buseinstieg durchgeführte Antigen-Test ebenfalls negativ, obwohl - wie das Contact-Tracing in Deutschland ergab - die beiden bereits vor der Abfahrt in Deutschland infiziert waren“, erläuterte Knechtsberger. Am Tag nach ihrer Ankunft in Kroatien sei bei beiden nochmals - entsprechend einem vom Wiener Umweltmediziner Hans-Peter Hutter erstellten und den kroatischen Gesundheitsbehörden genehmigten Präventionskonzept - ein PCR-Test durchgeführt worden. „Als die nun positiven Ergebnisse vorlagen, wurden laut dem uns vorliegenden Protokoll die beiden Teilnehmerinnen sofort abgesondert und in Quarantäne gebracht. Sämtliche K1-Personen wurden ebenfalls unter Quarantäne gestellt“, betonte Knechtsberger.

„X-Jam bedauert, dass es trotz des umfassenden Präventionskonzepts zu Infektionen gekommen ist. Hätten die vor der Reise durchgeführten Tests bei den beiden Teilnehmerinnen ein positives Ergebnis gezeigt, wären sie selbstverständlich von der Reise ausgeschlossen worden“, hielt der Maturareisen-Veranstalter fest.