Ebola-Patientin in Elfenbeinküste nach offiziellen Angaben „geheilt“

Eine junge Frau aus Guinea, die im westafrikanischen Land Elfenbeinküste positiv auf das Ebola-Virus getestet worden war, ist nach Angaben des ivorischen Gesundheitsministeriums „geheilt“. An der 18-Jährigen seien binnen 48 Stunden zwei Ebola-Tests vorgenommen worden, die beide negativ ausgefallen seien, sagte Ministeriumssprecher Serge Eholié am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Da die Frau niemanden mehr anstecken könne, werde ihre Isolation aufgehoben.

red/Agenturen

Die junge Frau war kurz vor ihrer Ebola-Diagnose mit dem Bus aus Labe im Norden von Guinea nach Abidjan gekommen. Bei der 18-Jährigen handelte es sich um die erste Ebola-Patientin in der Elfenbeinküste seit 1994.

Wegen des Falls hatte die Elfenbeinküste Mitte des Monats mit Impfungen gegen das Ebola-Virus begonnen. Das Vakzin wurde an Gesundheitspersonal sowie an Kontaktpersonen der infizierten Frau verabreicht. Auch an der Grenze zwischen der Elfenbeinküste und Guinea stationierte Sicherheitskräfte sollten geimpft werden. In Guinea hatte es in diesem Jahr einen Ebola-Ausbruch gegeben, der im Juni offiziell für beendet erklärt worden war.

Ebola-Kranke leiden an Fieber, Muskelschmerzen, Durchfall sowie an inneren Blutungen und schließlich Organversagen. Die Übertragung geschieht durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten eines Infizierten. Bei den bisherigen Ebola-Epidemien betrug die Sterberate nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zwischen 25 und 90 Prozent.