Erste "Test-Urlauber" aus Deutschland auf Mallorca gelandet

Nach wochenlanger Coronapause ist am Montagvormittag erstmals wieder eine Maschine mit Urlaubern aus Deutschland auf Mallorca gelandet. Der mit 189 Passagieren voll besetzte TUI-Flug X3 2312 war am Vormittag in Düsseldorf gestartet.

red/Agenturen

Seit Montag dürfen zunächst nur Urlauber aus Deutschland wieder auf die Balearen-Inseln Mallorca, Ibiza, Menorca und Formentera reisen. In einem ersten Kontingent sind insgesamt bis zu 10.900 Reisende erlaubt.

Deutschland wurde nach Angaben der Regionalregierung ausgewählt, weil von dort die meisten Urlauber nach Spanien kommen und die Pandemie in Deutschland ähnlich gut unter Kontrolle ist wie auf den Balearen. Am Nachmittag sollte ein zweiter Ferienflieger aus Frankfurt ankommen.

Mit dem Pilotprojekt sollen Sicherheitsmaßnahmen gegen Covid-19 getestet werden, die landesweit zum Einsatz kommen, wenn sich ganz Spanien vom 21. Juni an wieder für den Massentourismus aus den Ländern des Schengen-Raums öffnet. Wegen sinkender Coronazahlen hatte die Regierung die ursprünglich erst für den 1. Juli geplante Grenzöffnung am Vortag um neun Tage vorgezogen.

Betrieb an Berliner Flughäfen nimmt leicht zu

In den vergangenen Wochen hatten die Flughäfen in Deutschland ihren Betrieb nahezu auf null heruntergefahren. Es gab kaum noch Starts und Landungen. Für den Neustart haben die Airports umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen vorbereitet, damit die Passagiere im Vorfeld des Flugs möglichst viel Distanz voneinander halten können.

An der Berliner Flughäfen hat der Wegfall der Reisewarnungen für die meisten europäischen Länder am Montag zu etwas mehr Betrieb geführt. Urlauber und Geschäftsreisende standen Schlange an den Sicherheitskontrollen. An beiden Flughäfen war aber weiterhin jeweils nur ein Terminal für An- und Abflüge geöffnet. Passagiere trugen die vorgeschriebenen Mund-Nase-Masken und hielten weitgehend Abstand voneinander, um eine Ausbreitung des Coronavirus zu vermeiden.

„Der überwiegende Anteil hat sich vorbereitet und hält sich an die Maßnahmen“, sagte ein Flughafen-Sprecher. Er riet Fluggästen, zwei Stunden vor Abflug am Flughafen zu sein. Bis zu 80 Starts und Landungen wurden am Montag an beiden Flughäfen erwartet - vor der Coronakrise waren rund 1.000 üblich. Im Frühjahr waren es zeitweise nur zehn gewesen.

Teilweise Aufhebung der weltweiten Reisewarnung in Kraft

Nach drei Monaten hatte die deutsche Regierung in der Nacht die weltweite Reisewarnung für Touristen teilweise aufgehoben. Das Auswärtige Amt warnt auf seiner Internetseite nicht mehr vor Reisen in 27 europäische Länder. Dazu zählen Haupturlaubsländer der Deutschen wie Italien, Österreich, Griechenland, Frankreich und Kroatien.

Eine Reihe von Fluggesellschaften hat den Betrieb in Berlin aber noch nicht wieder aufgenommen. Darunter ist auch der größte Anbieter am Standort, die britische Fluggesellschaft Easyjet. Sie startet voraussichtlich erst im Juli wieder.

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