Coronavirus

Fast 7.000 Verstöße gegen Lockdown-Regeln in Israel

Die israelische Polizei hat in den ersten Lockdown-Tagen Tausende Verstöße gegen die neuen Corona-Restriktionen geahndet. Während des von Freitag bis Sonntag dauernden jüdischen Neujahrsfestes seien insgesamt 6.943 Vergehen registriert worden, teilte die Polizei am Montag mit. Die meisten Delikte standen mit 4.822 Fällen im Zusammenhang mit dem Verlassen des Hauses.

red/Agenturen

In Israel gilt angesichts eines starken Anstiegs der Infektionszahlen seit Freitagnachmittag ein dreiwöchiger Lockdown. Die Bevölkerung muss sich unter anderem mit geschlossenen Schulen und Kindergärten sowie mit Einschränkungen der Bewegungsfreiheit arrangieren. Die Menschen dürfen sich nur in Ausnahmefällen weiter als 1.000 Meter von ihrem Zuhause entfernen. Der Lockdown-Beginn fiel zusammen mit Rosch Haschana. An dem jüdischen Neujahrsfest kommen normalerweise Familien im ganzen Land zusammen.

Der Regierung geht es vor allem darum, angesichts der steigenden Zahlen eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag gibt es derzeit 643 Schwerkranke in Israel. Nimmt diese Zahl weiter stark zu, dann stehen Kliniken davor, ihre Kapazitätsgrenzen zu erreichen. Als kritische Marke gilt Experten die Zahl von 800 Schwerkranken.