Coronavirus

Zwei Todesfälle im Covid-Cluster in Grazer Pflegeheim

Nach Bekanntwerden eines Corona-Clusters im Caritas-Alterspflegeheim Graz-St. Peter sind bis Donnerstag zwei infizierte Bewohnerinnen im Spital verstorben. Beide hochbetagten Frauen hatten Vorerkrankungen. Weitere acht Personen des Clusters werden im Krankenhaus behandelt. Die Caritas Steiermark bestätigte gegenüber der APA entsprechende Medienberichte.

red/Agenturen

Eine Bewohnerin, die positiv auf das Coronavirus getestet worden war, ist am Mittwoch im Krankenhaus verstorben. Laut der Pressestelle der Caritas Steiermark war die Frau 89 Jahre alt und hatte mehrere Vorerkrankungen. Eine weitere hochbetagte Bewohnerin, die ebenfalls an schweren Vorerkrankungen litt, sei Donnerstagfrüh ebenfalls im Krankenhaus verstorben. „Unsere Gedanken sind bei den Angehörigen, ihnen gilt unser aufrichtiges Beileid“, hieß es in dem Statement der Caritas.

Nachdem Ende der Vorwoche Corona-Erkrankungen in dem Altenpflegeheim in St. Peter bekannt wurden, wurden bei einer ersten Testung aller 116 Bewohner und rund 100 Mitarbeiter insgesamt 46 positive Befunde erstellt. Mittlerweile sei es im Haus gelungen die Infektionsketten zu unterbrechen und einen isolierten Bereich zu schaffen. „Bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern arbeiten wir mit getrennten Teams, die keinen Kontakt zueinander haben“, wurde vonseiten der Caritas betont. Man stehe in engem Kontakt mit den Behörden. Dieser Tage sollen alle ein weiteres mal durchgetestet werden, erklärte eine Sprecherin.

Bisher elf positive Tests an steirischen Schulen

Ebenfalls am Donnerstag bekannt gegeben wurde von der Bildungsdirektion Steiermark, dass an steirischen Schulen seit Schulbeginn elf positive Corona-Testergebnisse vorliegen würden. Einer davon betrifft das Grazer BORG Monsbergergasse: Ein Schüler wurde positiv getestet, wie der ORF Steiermark berichtete. Schüler und Lehrer der betroffenen Klasse wurden heimgeschickt, sagte Direktor Johann Adam.

Sie haben laut Adam vorerst bis Montag keinen Unterricht. „Wenn ich die Information habe, dass ein Schüler erkrankt ist, halte ich es für unverantwortlich, hier nicht zu reagieren“, sagte er der „Kleinen Zeitung“. Deshalb habe er Maßnahmen entschieden, obwohl er das eigentlich nicht dürfe und diese Entscheidung die Gesundheitsbehörde zu treffen habe, erklärte er weiter. Da der Schüler auch einen Bruder an der Schule hat, ist auch dessen Klasse von den Maßnahmen betroffen. Auf die Testergebnisse werde noch gewartet.

NEOS-Klubobmann Niko Swatek forderte in dem Zusammenhang eine „Fast-Lane“ für Testungen an Schulen: „Das derzeitige Chaos an der Grazer Schule zeigt das Versagen der Regierenden.“ Statt den Sommer zu nützen, um Klarheit zu schaffen, habe man verschlafen. „Wie kann es sein, dass nach all der Zeit in der eine klare Vorbereitung hätte stattfinden können, nun Eltern, Lehrer und Schüler im Stich gelassen werden? Leere Klassen, Schüler die zuhause sitzen, Eltern die verunsichert sind und Direktoren die mehrere Tage auf Testergebnisse der Schüler warten müssen - wir fordern seit Monaten Fast-Lanes für Schulen.“ Ergebnisse müssten innerhalb weniger Stunden vorliegen, damit so ein Chaos verhindert werden könne. Die Landesregierung müsse sofort mit Maßnahmen reagieren.

 

 

Rollator Pflegeheim
Die betagten Frauen hatten Vorerkrankungen. Acht weitere Personen sind noch im Krankenhaus.
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