Auch in Salzburg soll ab kommender Woche ein Impfbus touren

Nach dem Vorbild anderer Bundesländer will auch Salzburg ab kommender Woche einen Impfbus einsetzen. Wie das Land am Dienstag informierte, sollen damit auch in entlegeneren Gemeinden Menschen ohne Voranmeldung immunisiert werden können. Wann und wo das Fahrzeug zum Einsatz kommt, wird noch bekannt geben. Zugleich kündigte Gesundheitsreferent LHStv. Christian Stöckl (ÖVP) heute Impfangebote für einzelne Bevölkerungsgruppen an - etwa Personen mit Migrationshintergrund.

red/Agenturen

Überhaupt kündigte Stöckl an, im Juli und August alle Möglichkeiten zu nutzen, um Menschen auch ohne Voranmeldung zum Impfen zu bringen. "Wir möchten die Durchimpfungsrate von derzeit 60 Prozent auf 70 Prozent im Herbst steigern", betonte er. Vom Sommerkonzert über den Leichtathletikwettkampf bis hin zum Fußballspiel kämen dafür auch viele Veranstaltungen infrage.

Laut dem Dashboard des Landes haben bis Dienstag früh 60 Prozent der Salzburger ab zwölf Jahren (exakt waren es 297.298 Personen) zumindest eine Impfung erhalten, als vollimmunisiert galten 226.376 Menschen (46 Prozent).

Der ersten beiden "offenen" Sonderimpfaktionen in Salzburg am vergangenen Wochenende waren von stark unterschiedlichem Zulauf geprägt gewesen. Während in der Landeshauptstadt am Freitag das Impfstoffkontingent von 800 Dosen Johnson & Johnson binnen kürzester Zeit vergeben war, blieben am Samstag mehr als 300 von 1.000 Dosen Biontech/Pfizer übrig. In St. Johann im Pongau ließen sich am Samstag lediglich 225 Menschen (möglich wären 800 gewesen) mit dem Vakzin impfen.

Dennoch wollen Land und Rotes Kreuz weiter wöchentliche Impfaktionen ohne Voranmeldung anbieten - in der Stadt Salzburg und in den Bezirken. Termine sollen jeweils am Donnerstag und/oder Freitag von 16.00 bis 20.00 Uhr sein - Details finden sich unter www.salzburg.gv.at/corona-impfung. Stöckl setzt dabei auf den Impfstoff von Johnson & Johnson, weil es nur einer Impfung bedarf.

Konzentrieren will sich das Land verstärkt auf Bevölkerungsgruppen mit Migrationshintergrund. "Hier arbeiten wir eng mit den Vereinen und Einrichtungen zusammen, informieren in mehreren Sprachen und wollen ganz einfach Barrieren überwinden", teilte der Gesundheitsreferent mit. Der türkischer Botschafter in Wien hat am Montag bei einem Salzburg-Besuch an seine Landleute appelliert, sich impfen zu lassen. Am kommenden Freitag findet auch in der Alif-Moschee in Hallein-Neualm ein Impftermin statt.