Ost-Lockdown

Beliebte Plätze in Wiener Innenstadt spärlich besucht

Spärlich besucht haben sich am Donnerstagmittag die üblicherweise gleichermaßen belebten wie beliebten Plätze in der Wiener Innenstadt gezeigt, für die seit Mitternacht nicht nur die sogenannte Osterruhe zu beachten ist. Darüber hinaus gilt am Donaukanal, am Schweden-, Stephans- und Karlsplatz, im Resselpark sowie am Maria-Theresien-Platz zwischen Kunst- und Naturhistorischem Museum eine FFP2-Maskenpflicht.

red/Agenturen

Beinahe menschenleer war es vor der Karlskirche, wo sich an schönen Tagen an sich schon zur Mittagszeit Sonnenhungrige tummeln. Einige Parkbänke waren besetzt, Gruppen waren keine zu sehen, der Basketballplatz im Resselpark blieb ungenutzt. Maske trug kaum einer, ein junges Pärchen zeigte sich überrascht, als die zwei darauf angesprochen wurden: „Wos? Im Freien a? Seit wann?“

Am Maria-Theresien-Platz, wo sich am Vorabend noch Dutzende Jugendliche und junge Erwachsene eingefunden hatten, saßen vier Mädchen im Gras und blinzelten in die Sonne. „Wir sind Schwestern“, lachte eine, auf die Osterruhe und die damit verbundenen Regeln angesprochen. Zu Hause sei es „zu eng, außerdem haben wir Ferien“.

Die vier hatten ebenso wenig Masken auf wie ein Zeitungsleser im Museumsquartier (MQ), „aber hier brauch ich auch keine“, sagte der Mann. Er hoffe, dass er weiter ungestört lesen könne: „Polizei war jedenfalls noch keine da.“ Die Verordnung der Stadt weist tatsächlich nur eine Maskentragepflicht vom Maria-Theresien-Platz bis zum Museumsplatz vor dem MQ aus. Der Innenhof des MQ liegt nämlich auf Privatgrund, wo die Eigentümer jedoch seit Donnerstag bis auf weiteres ebenfalls eine FFP2-Maskenpflicht verhängt haben.

Die Wiener Polizei richtete am ersten Tag der neuen Maßnahmen ihren Fokus auf Aufklärungsarbeit an den entsprechenden Orten, wie Pressesprecher Christopher Verhnjak auf APA-Anfrage sagte. „Unsere Prämisse ist am Anfang immer der Dialog“, sagte er. In den meisten Fällen reiche das aus. Nur wenn Personen uneinsichtig seien, würden Organmandate oder Anzeigen verhängt. Über das Osterwochenende werden auch gemeinsam mit der Gruppe Sofortmaßnahmen der Stadt Wien Kontrollen durchgeführt.

Ruhiger Start im Burgenland und in Niederösterreich

Die Osterruhe hat im Burgenland und in Niederösterreich tatsächlich ruhig begonnen. Die Exekutive sei in den Bezirken verstärkt auf Streife unterwegs, Anzeigen aufgrund von Verstößen gegen die Corona-Bestimmungen waren laut Herbert Marban von der Landespolizeidirektion Burgenland aber am Donnerstagnachmittag noch keine bekannt. Ähnliches war seitens der niederösterreichischen Exekutive zu vernehmen.

Überhaupt setze man zunächst auf Information und Aufklärung, sagte Marban. Über das Wochenende kontrolliert die Polizei im Burgenland verstärkt den Osterverkehr - inklusive Einhaltung der Covid-Maßnahmen.

Im Blickpunkt stehen die im Kampf gegen das Coronavirus eingeleiteten Schritte naturgemäß auch in Niederösterreich. Bis zum frühen Nachmittag wurden am Donnerstag nach mehreren Stunden des vorösterlichen Lockdowns nach Angaben von Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner allerdings keine größeren Auffälligkeiten registriert.

 

Wien Karlskirche
Auch vor der Wiener Karlskirche war am ersten Tag des Ost-Lockdowns wenig los.
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