Corona-Fallzahlen in Tschechien steigen weiter an

In Tschechien hat es den zweiten Tag in Folge mehr als 200 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gegeben. Am Mittwoch seien 247 bestätigte neue Fälle hinzugekommen, teilten die Behörden am Donnerstag in Prag mit. Gesundheitsminister Adam Vojtech schloss die Wiedereinführung flächendeckender restriktiver Maßnahmen nicht mehr aus, sollte der negative Trend anhalten. Bislang stelle sich die Lage in den einzelnen Regionen noch unterschiedlich dar, sagte der 33-Jährige.

red/Agenturen

Eine allgemeine Maskenpflicht in Innenräumen und öffentlichen Verkehrsmitteln gilt derzeit nur in der besonders betroffenen östlichen Verwaltungsregion Mährisch-Schlesien. In den an Sachsen grenzenden nördlichen Verwaltungsregionen mit Sitzen in Liberec (Reichenberg) und Usti nad Labem (Aussig an der Elbe) ist eine Schutzmaske ab diesem Freitag in Gesundheits- und Sozialeinrichtungen wie Apotheken und Arztpraxen sowie bei Besuchen in Altersheimen verpflichtend.

Landesweit wurden bisher 364 Todesfälle mit der Erkrankung Covid-19 in Verbindung gebracht. Während die Regierung des Ministerpräsidenten und Multimilliardärs Andrej Babis zu Beginn der Pandemie Lob für ihr Krisenmanagement erhalten hatte, überwiegt derzeit die Kritik. Die Regierung versuche, die Verantwortung für die steigenden Fallzahlen auf Gesundheitsämter und Kommunen abzuschieben, bemängelte die Zeitung „Hospodarske noviny“ in einem Kommentar.

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