Coronavirus

Deutsche Bundespolizei überprüft künftig Aussteigekarten

Um falsche Angaben von Einreisenden aus Corona-Risikogebieten zu verhindern, soll sich in Deutschland künftig die Bundespolizei um die sogenannten Aussteigekarten kümmern. Eine Sprecherin des deutschen Innenministeriums kündigte am Montag nach einer Sitzung des Corona-Kabinetts in Berlin an, die Polizei werde nun angewiesen, „Aussteigekarten mit den Pässen der Einreisenden abzugleichen“ und sie dann an die Gesundheitsämter weiterzuleiten.

red/Agenturen

Diese Maßnahme für eine bessere Nachverfolgung von Infektionsketten werde noch vor Monatsende umgesetzt. Bisher wurden die Formulare von Fluggesellschaften und Busunternehmen eingesammelt und an die Gesundheitsämter übermittelt. Da ein Abgleich mit Reisepass oder Personalausweis dabei in der Regel nicht stattfand, konnten Reisende, die sich einer möglichen Corona-Quarantäne entziehen wollten, im Prinzip einfach falsche Angaben machen. Nach Angaben der Sprecherin gab es „Fälle, in denen Daten unzureichend oder offensichtlich falsch waren“.

Seit vergangener Woche gilt auch Wien in Deutschland als Corona-Risikogebiet. Einreisende aus der Bundeshauptstadt müssen sich daher in Deutschland verpflichtend auf das Coronavirus testen lassen, sofern sie kein negatives Testergebnis vorweisen können, das höchstens 48 Stunden alt ist. Solange kein negatives Ergebnis vorliegt, müssen sie sich für zwei Wochen in häusliche Quarantäne begeben.