Corona-Impfung

Die Steiermark steuert auf den millionsten Stich zu

Die Steiermark setzt am Wochenende die millionste Corona-Schutzimpfung - Erst- und Zweitstiche zusammengerechnet. Das kündigten die Verantwortlichen am Freitag an. „Das Ketchup beginnt zu fließen“, sagte Impfkoordinator Michael Koren bei einer Videokonferenz in Anspielung auf den Sager von Kanzler Kurz. Vakzine würden nun reichlich kommen. Derzeit haben 58 Prozent aller Impffähigen in der Grünen Mark den ersten Stich erhalten, 33 Prozent den zweiten. Rund 1.200 Menschen pro Tag melden sich nach wie vor zur Impfung an.

red/Agenturen

Bezogen auf die Gesamtbevölkerung in der Steiermark haben bisher 51 Prozent zumindest den ersten Stich erhalten, 28,8 Prozent sind voll immunisiert. Angesichts der Delta-Variante des Coronavirus wird man mit den ausreichenden Impfstoffen nun die Intervalle zwischen den Stichen wieder verkürzen. Schon vergebene Termine sind davon nicht getroffen, aber bei den neuen Terminvergaben wird das Intervall bei Biontech/Pfizer sowie Moderna von sechs auf vier Wochen verkürzt und bei AstraZeneca von zwölf auf sechs Wochen. Die Impfbereitschaft sei hoch: Man werde auf über 70 Prozent jener Personen kommen, die geimpft werden können. Dazu zählen Menschen ab dem zwölften Lebensjahr.

Um weitere Menschen davon zu überzeugen, werde demnächst auch ein Elternbrief verfasst, damit noch mehr Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren geimpft werden. Eine entsprechende Empfehlung gehe an die Eltern hinaus. In Kooperation mit der Caritas und diversen anderen Integrationsvereinen sollen auch verstärkt Asylwerber angesprochen und geimpft werden, schilderte Koren.

Während man sich mit dem aktuellen Impffortschritt zufrieden zeigte, werden schon die Pläne für den Herbst geschmiedet. Noch sei unklar, ab wann eine Drittimpfung nötig und sinnvoll ist. Diese sollen aber jedenfalls in Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten über die Bühne gehen. Doch auch Impfstraßen werden wohl wieder nötig sein, um die Menge zu bewältigen.

PCR-Gurgeltests kommen

Wegen der Hitze der vergangenen Tage hatte es bei manchen Impf-Straßen Probleme gegeben. Entsprechende Maßnahmen seien nun gesetzt worden, sagte Vize-Landesamtsdirektor Wolfgang Wlattnig. Manche Impfstraßen - beispielsweise jene in Leibnitz - wurde an einen anderen Standort verlegt, andere wiederum bekommen Klimaanlagen, um auch für die kommenden Sommer-Wochen gerüstet zu sein.

Änderungen wurden bei den Corona-Teststraßen angekündigt: Die Spuren werden wegen der fortschreitenden Durchimpfung verringert, die Standorte sollen aber weiterhin alle erhalten bleiben. Die Testbusse werden bekanntlich ab August eingestellt. Zu den Antigen-Tests, die seit Monaten bei den Teststraßen des Landes durchgeführt werden, sollen bald auch die schon in Wien erprobten Gurgeltests kommen. In zumindest zwei Regionen, die Rede ist von Graz und dem Bezirk Hartberg-Fürstenfeld, sollen im August Testläufe stattfinden. Wlattnig bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Kleinen Zeitung“ vom Freitag. Bei den Gurgeltests handelt es sich um PCR-Tests, die valider als die Antigen-Tests sind. Allerdings wird das Testergebnis nach dem Gurgeln nicht schon nach 20 Minuten, sondern erst am nächsten Tag vorliegen.