Coronavirus

Hacker fordert Hilfspaket für Gesundheitssystem

Der Wiener Gesundheitsstadtrat Peter Hacker (SPÖ) sieht dramatische Auswirkungen durch die durch das Coronavirus bedingte Wirtschaftskrise auf die Finanzierung des österreichischen Gesundheitssystems. So gebe es einerseits Mehrausgaben bedingt durch die Pandemie, andererseits würde die Österreichische Gesundheitskasse (ÖGK) große Einnahmenverluste verzeichnen. Er fordert ein Hilfspaket.

red/Agenturen

„Es wird wirklich höchste Zeit, dass ernsthafte Gespräche beginnen über ein Hilfspaket für das Gesundheitssystem in Österreich. Die Gespräche müssen jetzt beginnen, nicht im Herbst und schon gar nicht im Winter“, forderte der Stadtrat in der Fragestunde der Landtagssitzung im Rathaus am Donnerstag.

Seine Sorge untermauerte er mit Zahlen. „Wir können damit rechnen, das die Sozialversicherung heuer schon einen Verlust haben wird von mehr als 1 Mrd. Euro, was selbstverständlich, wenn nichts passiert, Auswirkungen haben wird auf das gesamte Gesundheitssystem in unserer Republik.“

Schon im Februar, vor der Corona-Krise, hätte die ÖGK für das heurige Jahr einen Verlust von rund 175 Mio. Euro prognostiziert. Aufgrund der aktuellen Situation Österreichs - Arbeitslosigkeit und wirtschaftlicher Einbruch bei Betrieben - sei davon auszugehen, dass die Sozialversicherungsbeiträge sinken werden.

Für Wien bzw. den Wiener Gesundheitsfonds erwartet Hacker im Vergleich zum Vorjahr einen Verlust von mindestens 300 Mio. Euro. „Und diese 300 Mio. Euro sind zentraler Bestandteil der Finanzierung unserer Spitäler“, warnte er.